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HypoVereinsbank unter Druck

München (dapd). Steuertricks von ehemaligen Händlern und Managern der HypoVereinsbank (HVB) können das Kreditinstitut teuer zu stehen kommen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch berichtete, geht die Bank von einem Schaden von bis zu 200 Millionen Euro aus. Hintergrund sind Ermittlungen gegen den Berliner Immobilienhändler Rafael Roth. Gemeinsam mit Händlern der HVB steht er im Verdacht, den Fiskus geprellt zu haben.

Die Bank lässt diesen Fall bereits seit 2011 überprüfen. Die von ihr beauftragte Anwaltskanzlei legte dem Aufsichtsrat nun ihren 173-seitigen Untersuchungsbericht vor, wie die Zeitung weiter berichtete. Dieser habe bestätigt, dass frühere Händler und Manager den Fiskus systematisch betrogen hätten.

Gemeinsam mit Roth sollen die HVB-Mitarbeiter das umstrittene "Dividendenstripping" angewendet haben, bei dem Aktien kurz vor und kurz nach dem Dividendenstichtag gekauft und verkauft werden. Mit Hilfe ausländischer Handelspartner konnte Roth dabei die Kapitalertragssteuer, die auf Dividendeneinkünfte fällig ist, mehrmals vom Staat zurückfordern. Unklar ist noch, ob dies strafbar oder aufgrund einer Gesetzeslücke sogar legal war.

Die HypoVereinsbank erklärte auf Anfrage nur, dass sie "an einer umfassenden Klärung des Sachverhalts interessiert" sei und "konstruktiv mit den Finanz- und Ermittlungsbehörden" zusammenarbeite. Da es sich um laufende Verfahren handle, könnten keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

dapd

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