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Hypo Alpe Adria: Österreich bereitet angeblich eine Milliardenklage vor

München (dapd). Wegen des Milliardendesasters bei der Hypo Group Alpe Adria will Österreich nun angeblich den Freistaat Bayern verklagen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag vorab aus ihrer Mittwochausgabe berichtete, bereitet die Regierung in Wien eine Klage vor, die den Freistaat viel Geld kosten könnte.

Die Landesbank habe den wahren Zustand der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) verschwiegen, werfe Wien der Landesregierung in München vor. Der österreichische Staat übernahm Ende 2009 die HGAA und hält sie mit Milliardenzuschüssen über Wasser.

Dem Bericht zufolge läuft am Freitag die Frist für eine Klage ab. Schadenersatzansprüche wegen Täuschung wären dann verjährt. Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte bei einem Besuch im Herbst in Wien von seiner Amtskollegin Maria Fekter Schadenersatz für die Milliardenpleite mit der HGAA gefordert und gesagt: "I want my money back!" (Ich will mein Geld zurück.)

Die Finanzministerien in Wien und München waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

dapd