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Hunderte protestieren in Malaysia trotz Corona-Restriktionen gegen Regierung

·Lesedauer: 2 Min.
Friedliche Proteste in Kuala Lumpur gegen die Regierung

Trotz eines Versammlungsverbots aufgrund der Corona-Krise haben hunderte meist junge Menschen in Malaysia gegen ihre Regierung protestiert. Unter Wahrung der Abstandsregeln und mit Mundschutz versehen zogen sie am Samstag friedlich durch das Zentrum von Kuala Lumpur und forderten den Rücktritt des umstrittenen Regierungschefs Muhyiddin Yassin. Ein starkes Polizeiaufgebot verhinderte den Zutritt der Protestierenden zu einem zentralen Platz der malaysischen Hauptstadt.

Es war die erste Kundgebung seit mehreren Monaten. An ihr nahmen nach Angaben der Organisatoren rund tausend Menschen teil, die Polizei sprach von rund 400 Demonstranten.

Malaysias Bürger hatten bisher die massiven Corona-Ausgangsbeschränkungen respektiert, doch inzwischen ist bei vielen die Wut auf die Regierung größer als die Angst vor einer Ansteckung. Sie werfen ihr ein schlechtes Krisenmanagement vor und beschuldigen Muhyiddin, sich mit allen Mitteln an der Macht zu halten.

Muhyiddin war im Frühjahr 2020 nach dem Scheitern der reformorientierten Regierung an der Spitze eines umstrittenen muslimischen Parteienbündnisses und ohne Wahl an die Macht gekommen. Inzwischen steht seine Koalition aber kurz vor dem Zusammenbruch.

Bislang war das Parlament aufgrund eines sechsmonatigen Ausnahmezustands suspendiert, und erst auf Intervention des Königs konnte es diese Woche wieder tagen. Dabei zeigte sich, wie sehr Muhyiddin inzwischen von allen Seiten unter Druck steht.

Malaysia leidet unter einem drastischen Anstieg der Corona-Infektionen, und die Menschen fühlen sich von der Regierung allein gelassen. "Wir kämpfen, weil die Menschen leiden, während die Regierung mit politischen Machtspielen beschäftigt ist", sagte der Demonstrant Karmun Loh der Nachrichtenagentur AFP. "Sie legt die Wirtschaft lahm und zerstört die Demokratie in unserem Land."

Am Samstag meldeten die Behörden einen neuen Höchststand von knapp 17.800 neuen Infektionsfällen binnen 24 Stunden. Nach ihren Angaben ist vor allem die im Land grassierende Delta-Variante dafür verantwortlich, dass die Zahlen derzeit massiv steigen.

ans/lan

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