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Hunderte legen in Griechenland wegen Sparpolitik Arbeit nieder

Athen (dapd). Aus Ärger über das jüngste Sparpaket der griechischen Regierung haben Ärzte und Angestellte im Transportwesen am Donnerstag für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Hunderte Demonstranten protestierten gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. In der Hauptstadt Athen standen Busse, Nahverkehrszüge und U-Bahnen still. In den Krankenhäusern wurde nur mit Notfallteams gearbeitet.

Die Hafenarbeiter begannen in Griechenlands größtem Hafen Piräus einen zweitägigen Streik, der den Fährverkehr zu den Inseln weitgehend zum Erliegen bringen dürfte. "Wir wollen, dass gemeinsame Erklärungen unterzeichnet werden und wir fordern, dass die Arbeiter ausstehende Zahlungen erhalten", sagte Savas Tsiboglou, Vorsitzender des griechischen Mechanikerverbands der Handelsmarine.

Etwa 500 Mitarbeiter der öffentlichen Krankenhäuser machten am Donnerstag ihrem Unmut vor dem Gesundheitsministerium in Athen Luft. Die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes rief zudem ihre Mitglieder ab Donnerstagmittag zu einem dreistündigen Solidaritätsstreik auf. Infolge dessen blieben auch andere öffentliche Einrichtungen, etwa Postämter, für einige Stunden geschlossen.

In Griechenland protestieren infolge des harten Sparkurses der Regierung seit Monaten immer wieder Arbeitnehmer gegen die Kürzungen. Die jüngsten Sparmaßnahmen der Regierung könnten einige Beschäftigte bis zu 25 Prozent ihres Einkommens kosten. Eine Welle neuer Proteste könnte folgen.

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