Suchen Sie eine neue Position?

HSBC zahlt offenbar Rekordstrafe in US-Geldwäscheskandal

AKTUELLER KURS

SymbolKursVeränderung
HSBA.L577,30-4,30

Washington (dapd). Mit Zahlung einer Rekordstrafe von 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) kann die Großbank HSBC offenbar einen Geldwäscheskandal in den USA ad acta legen. Wie ein Behördenvertreter am Montagabend mitteilte, einigte sich das größte Geldinstitut Europas mit US-Behörden auf eine Aussetzung einer Strafverfolgung. Das bedeutet, dass HSBC (London: HSBA.L - Nachrichten) in gewissen Punkten ein Fehlverhalten einräumt. Damit käme das Kreditinstitut um eine Klage herum, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllt - wie etwa eine Stärkung interner Kontrollmechanismen zur Eindämmung von Geldwäsche.

Nähere Einzelheiten lagen dazu zunächst nicht vor. Die Einigung mit HSBC würde voraussichtlich am Dienstag bekannt gegeben, sagte der Behördenvertreter weiter. Den Angaben zufolge verpflichtet sich die britische Großbank zur Zahlung einer Vermögensstrafe von 1,25 Milliarden Dollar und einem Bußgeld von 655 Millionen Dollar.

HSBC soll für Länder wie den mit internationalen Sanktionen belegten Iran Milliarden von Dollar transferiert haben. Der US-Senat warf dem Geldinstitut zudem in einem Bericht vor, in großem Stil Geldwäsche für Drogenkartelle betrieben zu haben. Demnach sollen zwischen 2007 und 2008 Gelder in Höhe von rund sieben Milliarden Dollar (knapp 5,7 Milliarden Euro) aus Mexiko in die USA geflossen sein. Die HSBC Mexiko räumte ein, über 39 verdächtige Transaktionen gar nicht und über mehr als 1.700 Fälle zu spät berichtet zu haben.

Überdies soll die US-Abteilung von HSBC Dienstleistungen für einige Banken in Saudi-Arabien und Bangladesch erbracht haben, die vermutlich Al-Kaida und andere Terrorgruppen finanziell unterstützen.

Auch die britische Bank Standard Chartered stand am Montag wegen ihrer Geschäftsmethoden erneut im Zwielicht. Das Kreditinstitut einigte sich in einem Skandal um unerlaubte Geschäfte mit dem Iran mit der New Yorker Finanzaufsicht auf eine Zahlung von 340 Millionen Dollar.

© 2012 AP. All rights reserved

Meistgelesene Artikel - Yahoo Finanzen

  • BMW stellt in diesem Jahr 8000 neue Mitarbeiter ein
    BMW stellt in diesem Jahr 8000 neue Mitarbeiter ein

    BMW heuert angesichts gut laufender Geschäfte in diesem Jahr mehr neue Mitarbeiter an als je zuvor. Weltweit werde der Konzern mehr als 8000 Menschen unbefristet einstellen, kündigte Personalvorständin Milagros Caiña-Andree an. Mehr als 5000 davon in Deutschland.

  • Tsipras besteht auf Schuldenschnitt
    Tsipras besteht auf Schuldenschnitt dpa - Sa., 28. Feb 2015 08:31 MEZ
    Tsipras besteht auf Schuldenschnitt

    Nach der Zustimmung des Bundestages zu einer Verlängerung der Griechenlandhilfe hat Athen erneut für Irritationen gesorgt. Regierungschef Alexis Tsipras brachte am Freitagabend erneut einen Schuldenschnitt ins Spiel, der bisher vor allem in Berlin abgelehnt wird.

  • Varoufakis: Griechische Reformliste absichtlich unbestimmt
    Varoufakis: Griechische Reformliste absichtlich unbestimmt

    Die griechischen Reformpläne sind nach Worten von Finanzminister Gianis Varoufakis in Abstimmung mit anderen Euroländern absichtlich unbestimmt formuliert. Sonst würden sie nicht die notwendige Zustimmung der Parlamente der Euroländer erhalten, sagte er am Freitag im Fernsehen. Er bezeichnete dieses Vorgehen als «produktive …

  • Tsipras besteht auf Senkung der griechischen Schulden
    Tsipras besteht auf Senkung der griechischen Schulden

    Nach der Zustimmung des Bundestages zu einer Verlängerung der Griechenlandhilfe bringt Athen erneut einen Schuldenschnitt ins Spiel.

  • Schäuble will für Athen «sehr strenge Maßstäbe» anlegen
    Schäuble will für Athen «sehr strenge Maßstäbe» anlegen

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will Griechenland harte Auflagen machen, sollte im Sommer ein drittes Hilfspaket nötig werden: «Ob Griechenland weitere Hilfen braucht, wird man sehen, wenn das zweite Programm beendet ist.»

 
  • Finanzglossar

    Finanzglossar

    Möchten Sie einen Finanzbegriff nachschlagen? Das Yahoo Finanzglossar hat die Antwort! … Mehr »