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HSBC zahlt offenbar Rekordstrafe in US-Geldwäscheskandal

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Washington (dapd). Mit Zahlung einer Rekordstrafe von 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) kann die Großbank HSBC offenbar einen Geldwäscheskandal in den USA ad acta legen. Wie ein Behördenvertreter am Montagabend mitteilte, einigte sich das größte Geldinstitut Europas mit US-Behörden auf eine Aussetzung einer Strafverfolgung. Das bedeutet, dass HSBC (London: HSBA.L - Nachrichten) in gewissen Punkten ein Fehlverhalten einräumt. Damit käme das Kreditinstitut um eine Klage herum, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllt - wie etwa eine Stärkung interner Kontrollmechanismen zur Eindämmung von Geldwäsche.

Nähere Einzelheiten lagen dazu zunächst nicht vor. Die Einigung mit HSBC würde voraussichtlich am Dienstag bekannt gegeben, sagte der Behördenvertreter weiter. Den Angaben zufolge verpflichtet sich die britische Großbank zur Zahlung einer Vermögensstrafe von 1,25 Milliarden Dollar und einem Bußgeld von 655 Millionen Dollar.

HSBC soll für Länder wie den mit internationalen Sanktionen belegten Iran Milliarden von Dollar transferiert haben. Der US-Senat warf dem Geldinstitut zudem in einem Bericht vor, in großem Stil Geldwäsche für Drogenkartelle betrieben zu haben. Demnach sollen zwischen 2007 und 2008 Gelder in Höhe von rund sieben Milliarden Dollar (knapp 5,7 Milliarden Euro) aus Mexiko in die USA geflossen sein. Die HSBC Mexiko räumte ein, über 39 verdächtige Transaktionen gar nicht und über mehr als 1.700 Fälle zu spät berichtet zu haben.

Überdies soll die US-Abteilung von HSBC Dienstleistungen für einige Banken in Saudi-Arabien und Bangladesch erbracht haben, die vermutlich Al-Kaida und andere Terrorgruppen finanziell unterstützen.

Auch die britische Bank Standard Chartered stand am Montag wegen ihrer Geschäftsmethoden erneut im Zwielicht. Das Kreditinstitut einigte sich in einem Skandal um unerlaubte Geschäfte mit dem Iran mit der New Yorker Finanzaufsicht auf eine Zahlung von 340 Millionen Dollar.

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