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Homer jünger als Bart? "Simpsons"-Zuschauer entdeckt logischen Fehler

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 4 Min.

Im Internet amüsieren sich Nutzer über einen Fehler, den ein Zuschauer in der aktuellen Folge von "Die Simpson" entdeckt hat. Sogar ein ausführender Produzent der Kultserie meldete sich zu Wort.

Auch die Kultserie
Auch die Kultserie "Die Simpsons" ist nicht frei von logischen Fehlern. (Bild: ddp images/Capital Pictures)

Seit 1989 wird die Kultserie "Die Simpsons" produziert. Mit jeder neuen Folge wird es für die Autoren schwerer, eine Zeitachse aufrechtzuerhalten. Dass vor allem Rückblenden eine Falle für Logikfehler sind, hat ein Fan kürzlich noch einmal vor Augen geführt. Ihm ist in der aktuellen Episode ein Detail aufgefallen, das nicht so recht in die zeitliche Abfolge der Serie passen will.

In "Do Pizza Bots Dream of Electric Guitars", der am Sonntag in den USA ausgestrahlten 15. Folge der aktuellen 32. Staffel, gibt es eine Rückblende in die 1990er Jahre. Will man den Autoren glauben, hatte Homer Simpson in dem Jahrzehnt noch keine Familie. Wie auch, denn er ist erst zarte 14 Jahre alt. Außerdem deutet nichts darauf hin, dass Homer einmal im Springfielder Kernkraftwerk arbeiten wird, denn der Kleine feilt eifrig an einer Karriere als DJ.

Ist Homer jünger als sein Sohn Bart?

Wie bitte? Homer ist in den 1990er Jahren ein Jugendlicher? Wollte man die Behauptung der Rückblende widerlegen, fände man in den mehr als 700 Folgen der Serie unzählige Gegenthesen. Zum Beispiel diese: Als "Die Simpsons" Ende der 1980er Jahre auf Sendung ging, war Homer längst verheirateter Familienvater. Oder auch diese: Wenn Homer an einem Jahr der 1990er 14 war, müsste er dann nicht jünger sein als sein Sohn Bart?

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Das letzte Argument führt auch der Zuschauer ins Feld, dem in der Episode der Logik-Schnitzer aufgefallen ist. Auf Twitter schreibt er: "Homer war jetzt in den 1990ern ein Jugendlicher, was bedeutet, dass sein Geburtstag später ist als der von Bart zu Beginn der Sendung". Seine Schlussfolgerung: Homer ist also jünger als Bart. Den Tweet beschließt er mit der Frage: "Wie lange können sie [also die Kreativen der Serie] noch damit weitermachen?"

Grundsätzliches Problem

Mit seiner Entdeckung traf der Zuschauer einen empfindlichen Punkt von "Die Simpsons", der zugleich das grundsätzliche Problem von Zeichentrickserien verdeutlicht. Da ihre Charaktere für gewöhnlich nicht altern, wird die Gefahr, die Zeitachse durcheinanderzubringen, umso größer, je länger die Sendung dauert. Die "Simpsons" bilden da keine Ausnahme, im Gegenteil, hier tritt die Problematik allzu deutlich zu Tage, denn es wimmelt in der Serie nur so vor "zeitlichen Paradoxien".

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Letzteres Zitat stammt von Matt Selman, einem der ausführenden Produzenten der Kultserie. Denn neben etlichen Nutzern hat auch er auf den Tweet des Zuschauers reagiert. Der Tenor seines Twitter-Kommentars: Da das Grundsatzproblem, nämlich das Nichtaltern der Figuren, nun mal vorhanden und unabänderlich ist, können die Erzähler nicht anders, als mit der Handlung flexibel umzugehen – selbst wenn das auf Kosten der Glaubwürdigkeit geht.

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"Die @Simpsons von Sonntag hat auf spielerische Weise die Zeitachse der Serie interpretiert, weshalb Homer ein Teenager in den 1990er Jahren sein durfte", schreibt Selman. Und weiter: "Die Simpsons ist eine 32 Jahre alte Serie, in der die Charaktere nicht altern, deshalb muss der 'Kanon' dehnbar/widersprüchlich/dumm sein."

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Was ist die Lösung?

In einem weiteren Twitter-Posting plädiert Selman dafür, die Widersprüche und Logikfehler zu akzeptieren. Es gelte, jede einzelne Folge der Serie als in sich geschlossen zu betrachten und Sinnzusammenhänge nur im Rahmen eben dieser Folge herzustellen. Denn "jede Episode ist ihr eigener Groundhog Day", schreibt der Produzent offenbar mit Blick auf die Komödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" aus den 1990ern, in der die Hauptfigur immer wieder denselben Tag erlebt.

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Anders ausgedrückt: Mit Logik soll man den Simpsons nicht beikommen. Deshalb werden die Fans weiter Ungereimtheiten hinnehmen müssen. Was würde sonst geschehen, gäbe es in der Serie nicht die vielen "Widersprüche" und "Dummheiten" und die "zeitlichen Paradoxien" im Besonderen? Selman hat auch darauf eine Antwort: "Wären all diese verrückten Dinge einer einzigen Familie passiert, wären die Charaktere längst in einer psychiatrischen Anstalt."

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