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„Wir sind einer Homeoffice-Lüge aufgesessen“: Expertin erklärt, warum Arbeiten von Zuhause für viele in völliger Überforderung endet

·Lesedauer: 2 Min.
Lange Arbeitszeiten, keine klaren Pausen: Für viele wird die Arbeit im Homeoffice zur Belastung.
Lange Arbeitszeiten, keine klaren Pausen: Für viele wird die Arbeit im Homeoffice zur Belastung.

Im Homeoffice fällt es uns schwer, die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen. Zu verlockend scheint der Gedanke, zwischen zwei Meetings mal eben die Wäsche zu waschen. Die verlorene Arbeitszeit kann ja einfach nach Feierabend dran gehängt werden. Was zu Beginn der Homeoffice-Zeiten nach einer Entlastung klang, kann sich auch negativ auf uns auswirken. Wir arbeiten dadurch nicht nur mehr, sondern sind oft auch in höherem Maße überfordert. Das sagte Diplom-Psychologin Birgit Langebartels dem Tagesspiegel.

Die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Anforderungen verschwimmen

Viele haben seit der Arbeit im Homeoffice sogar mit Burnout zu kämpfen, erzählt Langebartels. Ausschlaggebend für die Überforderung seien dabei vor allem zwei Dinge. Zum einen fehlten uns bei der Arbeit zuhause jegliche Eindrücke aus dem Büro, welche unseren Arbeitsalltag sonst zu einem großen Teil mitbestimmen würden. Die kurze Kaffeepause mit der Kollegin wird ersetzt durch ein schnelles Scrollen durch WhatsApp. Wir sehen, hören und riechen jeden Tag dasselbe. Das lässt uns leichter in ein Motivationsloch fallen und vereinsamen.

Der zweite Grund für die Mehrbelastung ist das ständige Gefühl, alles auf einmal erledigen zu können – und auch zu wollen. Zwischen zwei E-Mails mal eben die Spülmaschine ausräumen? Kein Problem. Pausen werden dadurch seltener zur tatsächlichen Entspannung, sondern zum Abarbeiten der privaten To-do-Liste genutzt. Und trotzdem reicht die Zeit meist nicht aus. Im Homeoffice sind wir dazu geneigt, uns viel mehr vorzunehmen, als es im Büro mit seiner strikten räumlichen Trennung überhaupt möglich gewesen wäre. Was anfangs noch verheißungsvoll klang, ist für viele nun zu einem enormen Stressfaktor geworden.

Klare Strukturen und der Kontakt zum Team können helfen, besser mit dem Homeoffice zurechtzukommen

Laut Langebartels gibt es vier verschiedene Typen im Homeoffice. Die beiden Extremfälle seien die sogenannten "Privatiers", welche die privaten Anforderungen über die des Jobs stellen und die "Außendienstler". Letztere haben im Homeoffice verlernt, Feierabend zu machen und arbeiten weitaus mehr Stunden als zuvor. Um gut mit der Heimarbeit umgehen zu können, müssen wir zu sogenannten "Durchlässigen" und "Homeoffizieren" werden. Diese haben gelernt, sich durch kleine Pausen oder klare Strukturen ihren Tag auf eine gesunde und produktive Art zu organisieren.

Auch Chefs können maßgeblich dazu beitragen, ihre Angestellten ein Stück weit vor der Endlosspirale von Stress und Langeweile zu bewahren. Dafür braucht es nicht nur die richtige Balance zwischen Kontrolle und Vertrauen. Die Führungskräfte sollten auch stets über die individuellen Bedürfnisse und möglichen Belastungen ihrer Angestellten Bescheid wissen und diese ernst nehmen. Zudem sollten die Personen zuhause weiterhin das Gefühl vermittelt bekommen, fester Teil des Unternehmens zu sein. Das kann durch wöchentliche Team-Videocalls oder feste Präsenz-Tage bewirkt werden.

AF

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