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Hohe Verschuldung bringt Fresenius weniger Flexibilität für Veränderungen

FRANKFURT/BAD HOMBURG (dpa-AFX) -Der Krankenhaus- und Medizinkonzern Fresenius DE0005785604 steht mitten in seinem strategischen Überprüfungsprozess vor dem Problem einer hohen Verschuldung. Die Verschuldung liege über dem Zielkorridor, sagte Finanzchefin Sara Hennicken in einem Interview der "Börsen-Zeitung" (Mittwoch). "Insofern ist der finanzielle Spielraum nicht so groß, wie wir ihn uns für volle strategische Flexibilität wünschen würden", ergänzte die Anfang September an die Spitze des Finanzressorts getretene Managerin.

Fresenius steckt nach mehreren Gewinnwarnungen und Problemen insbesondere bei seiner Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC DE0005785802) in Turbulenzen. Der seit Herbst amtierende Firmenlenker Michael Sen will deshalb hart durchgreifen und hat das komplette Portfolio auf den Prüfstand gestellt.

Die Verschuldung stellt in dieser Situation auch das Finanzressort vor Herausforderungen: "Wir müssen entscheiden, wo wir unser Kapital einsetzen, um profitable strategische Wachstumsfelder zu stärken und zu erschließen", sagte Hennicken. Wenig hilfreich sind dabei die stark steigenden Zinsen am Markt. "Wir rechnen mit einer deutlich steigenden Zinsbelastung im laufenden Geschäftsjahr." Die Finanzchefin kalkuliert dabei mit einem zusätzlichen Aufwand in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrages.

Dabei stehen demnach 2023 Refinanzierungen über Fälligkeiten in Höhe von 650 Millionen Euro für FMC und 2024 über drei Milliarden Euro dann für beide Unternehmen ins Haus. Letztere will Finanzvorständin Hennicken nach eigenen Worten im laufenden Jahr "frühzeitig angehen" und dafür "attraktive Marktfenster" suchen. Einen Großteil der für 2023 anstehenden Fälligkeiten habe Fresenius indes bereits frühzeitig und zu günstigen Konditionen refinanzieren können.