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"Weiß nicht, warum wir uns so vertan haben"

"Weiß nicht, warum wir uns so vertan haben"
"Weiß nicht, warum wir uns so vertan haben"

Mit einer Zauberrunde hat Charles Leclerc seinem Kontrahenten Max Verstappen die Pole beim Großen Preis von Spanien doch noch entrissen.

Der Ferrari-Pilot war in seiner finalen Runde unter Druck, nachdem er aufgrund eines Drehers noch keine gezeitete Runde gefahren war. Doch er lieferte. Verstappen selbst konnte aufgrund von DRS-Problemen nicht mehr kontern.

Für die deutschen Piloten endete die Quali mit unterschiedlichen Gemütslagen. Mick Schumacher schaffte es erstmals in Q3 und landete auf Rang zehn, Sebastian Vettel scheiterte dagegen schon in Q1 und wurde nur Sechzehnter.

Auch der Aufwärtstrend von Mercedes hielt an. George Russell - der einmal mehr Teamkollege Lewis Hamilton in die Schranken wies, wurde Vierter. Anschließend richtete er eine Kampfansage an die Ferrari.

Während Schumacher überrascht von seinem Ergebnis war, überwog bei Vettel natürlich die Enttäuschung. Bei Red Bull macht man sich dagegen Sorgen aufgrund des technischen Defekts: In der entscheidenden Runde funktionierte beim Niederländer das DRS nicht.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Barcelona von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Charles Leclerc (Ferrari) Platz 1: „Ich fühle mich gut. Es war eine schwierige Session, vor allem in Q3. Da hatte ich im ersten Versuch einen Dreher drin gehabt. Dann hatte ich nur noch diese eine Runde. Es lief aber extrem gut. Ich bin natürlich happy mit der Pole. Das war insgesamt eine sehr gute Runde. Das Auto war wirklich richtig gut. Ich bin happy.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

… über die Wichtigkeit der Pole für das Rennen: „Ich bin in einer starken Position für den Start. In den vergangenen beiden Rennen haben wir uns im Vergleich zu Red Bull mit den Reifen ein bisschen schwergetan. Wenn wir die Reifen gut managen, sollte es gelingen können. Wir müssen vorne bleiben und ein gutes Management haben.“

… über die Ziele für das Rennen: „Ich hoffe, wir können einen Doppelsieg holen, das wäre natürlich super für das Team. Wir werden auf jeden Fall alles geben.“

Max Verstappen (Red Bull), Platz 2: „Bei meinem letzten Run fehlte plötzlich das DRS, ich hatte Leistungsverlust. Das ist natürlich schade. In der ersten Reihe zu stehen, wenn man sich das ganze Wochenende anschaut, ist ein gutes Ergebnis. Natürlich hätte ich den letzten Run auch noch gut hinbekommen.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

… über die Reifen: „Wir waren eigentlich ganz gut mit den Reifen unterwegs. Morgen wird es wieder ganz heiß werden. Die Strecke ist sehr hart zu fahren. Vielleicht ist unser Auto ein bisschen freundlicher zu den Reifen.“

Schumacher „überrascht“ vom guten Qualifying“

Carlos Sainz (Ferrari), Platz 3: „Es war ein schwieriges Wochenende. Die Bedingungen waren nicht die einfachsten, mit der Hitze und dem Wind. Ich habe aber eine anständige Runde hingelegt und habe deshalb eine gute Ausgangssituation. Entscheidend wird der Start sein. Ich muss schauen, dass ich einen guten Start hinlege. Dann schauen wir weiter.“

… über die Chancen für das Rennen: „Es ist alles möglich morgen. Das Qualifying war mit dem gebrauchten Reifen nicht so super. Vielleicht fehlt uns im ersten Stint der neue Reifen. Es kann alles passieren. Wir versuchen unser Bestes.“

George Russell (Mercedes), Platz 4: „Das ist das beste Ergebnis an einem Samstag in der gesamten Saison. Wir haben den Eindruck, eine Basis gefunden zu haben, auf der wir aufbauen können. Wir wollten unsere Probleme lösen und haben jetzt glaube ich unsere Probleme gelöst. Darauf können wir aufbauen und das Auto schneller machen. Jetzt beginnt eigentlich erst die Saison für uns.“

… über das Rennen: „Ich sehe keinen Grund, warum ich nicht ums Podium mitkämpfen sollte. Max ist richtig stark. Ich glaube, er hat einen Vorteil gegenüber allen anderen. Die Ferraris haben sich am Freitag ein bisschen schwerer getan. Sie waren sehr schnell im Qualifying, im Rennen haben sie aber vielleicht mehr Probleme. Ich sehe keinen Grund, warum wir nicht mit denen kämpfen können sollen. Wir müssen es zumindest versuchen.“

Mick Schumacher (Haas), Platz 10: „Ich war überrascht, dass wir doch ein recht gutes Qualifying hatten. Ohne heute Morgen gefahren zu sein, war dann doch auch Unsicherheit im Setup. Die Wetterbedingungen waren etwas anders als gestern. Von der Balance her war ich nicht ganz zufrieden. Dennoch in Q3 zu kommen, ist natürlich sehr schön.“

… über seine langsame Outlap in Q3: „Es gibt in den Teams verschiedene Outlaps, weil einige Teams die Reifen mehr und andere weniger beanspruchen. Wir haben für uns den besten Effekt gefunden, in dem wir eine langsame Outlap fahren. Daher sind wir so langsam gefahren.“

Vettel: „Es wird eine Reifenschlacht“

… über seine Erwartungen an das Rennen: „Das Qualifying zählt hier schon. Hoffentlich haben wir einen guten Start, dann können wir in der Position bleiben. Wenn es dann weiter nach vorne ginge, wäre das natürlich noch schöner. In Sachen Strategie wird morgen viel passieren. Wir werden viele Autos sehen, die etwas anderes probieren werden.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Sebastian Vettel (Aston Martin), Platz 16: „Der Verkehr war nicht das Problem. Die Runde war auch gut so weit. Ich habe mich schwergetan mit der Balance, hatte heute Nachmittag deutlich mehr Übersteuern. Wir haben versucht, ein bisschen herauszunehmen. Es war aber sehr schwer. Ich habe die Runde einigermaßen wie heute Morgen hingebracht, aber nicht schneller. Das war das Problem. Alle anderen haben einen Schritt nach vorn gemacht, wir sind stehengeblieben, beziehungsweise eher ein bisschen zurückgegangen. Warum wir uns so vertan haben, weiß ich auch nicht.“

… über die Aussichten für das Rennen: „Das macht es einfach schwieriger. Ich dachte, wir können, wenn es sehr gut läuft, in die Top 10 rein oder uns in den Positionen 11, 12, 13 einordnen. Da sind wir jetzt aber auch ein Stück weg. Morgen haben wir trotzdem noch eine gute Chance. Es wird sehr heiß, es wird ein bisschen eine Reifenschlacht. Ich bin guter Dinge. Für heute bin ich aber ein bisschen down.“

Mercedes versteht sein Auto

Dr. Helmut Marko (Motorsportberater Red Bull): „Unsere Schritte sind in die richtige Richtung gegangen. Im ersten Run waren wir vorne. Wir glauben, dass wir die Zeit von Leclerc zumindest einstellen hätten können. Es war kein Powerverlust, DRS ist nicht aufgegangen. Ein saublöder Defekt. Beim nächsten Versuch hat es funktioniert. Hoffentlich passiert das nicht im Rennen. Jetzt war es nicht so tragisch. Erste Reihe geht noch.“

… über das Reifenmanagement: „Die Außentemperatur wird sicher auch ein entscheidender Faktor. Der Long der Ferraris am Vormittag war deutlich besser als der gestrige. Sie werden hier auch wieder wettbewerbsfähiger sein.“

… über die Chancen von Verstappen: „Für Ferrari ist die Situation etwas neuer, der Druck ist größer. Max hat in den vergangenen beiden Rennen bewiesen, unter hohem Druck keine Fehler zu machen und die kleinste Schwäche des Gegners sofort auszunutzen. Ferrari hat sein Auto deutlich optimiert. Wieweit sie auf unser Level kommen werden, werden wir sehen.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Toto Wolff (Motorsport-Chef Mercedes): „Man darf nicht unbescheiden werden. Im Q2 haben manche vielleicht schon davon geträumt, dass wir ganz vorne sind. Aber wo wir her kommen ist das ein sehr gutes Ergebnis.“

… über Hamilton: „Die Balance auf dem Auto war ein bisschen anders. Gerade im letzten Sektor mit dem Überhitzen lässt man schnell mal Zeit liegen.“

… über das Bouncing: „Wir verstehen das jetzt. Wir verstehen auch, wo wir das Auto hinsichtlich der Fahrhöhe halten müssen, um nicht zu bouncen. Das Performance-Potenzial des Autos haben wir noch nicht vollends entschlüsselt.“

…über das Rennen: „Vom Gefühl her sind wir bei den Ferraris dabei, was die Long-Run-Performance betrifft, vielleicht sogar einen Hauch schneller. Das basiert natürlich auf gestrigen Ergebnissen. Der Red Bull war in einer eigenen Liga. Wenn wir bei Ferrari dabei sind, ist die nächste Stufe erklommen.“

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