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Hockdruckreiniger im Test: Wenige gute, viele Flops

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Mit Hoch­druck­reinigern lassen sich Gehwege, Gartenmöbel, Über­dachungen und vieles mehr prima reinigen. (Bild: Getty)

Hoch­druck­reiniger sollen den Schmutz ums Haus kraft­voll beseitigen. Tun sie das auch? Die Stiftung Warentest hat 13 Geräte ausgiebig getestet und festgestellt: Auf bekannte Marken wie Kärcher, Nilfisk oder Stihl ist nicht immer Verlass.

In den Prüfungen der Tester zeigtn sich schnell große Qualitätsunterschiede bei den Geräten: Sowohl in der Reinigungskraft als auch im Handling. Zweimal gab es für die Prüfer unfreiwillige Duschen, als sie die Flächenreiniger von Stiga ( 78 Euro bei ebay, Testnote 3,5) und Stanley (126 Euro bei Amazon, Testnote 3,3) erprobten. Viele sind laut, ein Gerät entpuppte sich sogar deutlich lärmender als deklariert. Am Ende vergab die Stiftung Warentest nur an 4 von 13 Hochdruckreiniger das Urteil “Gut”. Fünf schnitten befriedigend ab, zwei ausreichend, zwei sogar mangelhaft.

Testsieger wurde folgendes Kärcher-Modell:

Testsieger wurde der Kärcher K 5 Premium Full Control Plus Home, den es etwa bei Saturn für 350 Euro gibt.


Auf Platz 2 landete das Modell von Nilfisk (Note 2,2), das laut den Testern zügiges und gründliches Arbeiten ermöglicht. Der Flächeneiniger tut demnach seinen Job, Kunststoffgehäuse und Düsen werden dabei jedoch beschädigt. Das Fazit der Tester: Nutzerfreundlich, mit einem langen, sehr praktischen Druckschlauch.

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Auf Platz 3 landet ebenfalls ein Kärcher Modell, nämlich der preiswerte Kärcher K 4 Compact Home, der für rund 214 Euro zu haben ist. Er ist auch das leiseste Gerät im Test. Die Tester kritisieren bei diesem Modell jedoch, dass der Griff beim Aufstützen runterschnellen kann und man sich einklemmen kann.

Die Top 3:

Das sind die Verlierer
Vom Marktführer Kärcher war auch ein drittes Modell im Test, das allerdings floppte: Der Kärcher K 2 Full Control Home, den es bei Ebay derzeit für run 80 Euro gibt, erhielt von den Testern ein “Mangelhaft”. Auch von Nilfisk landete ein Modell auf den letzten Plätzen, nämlich der NilfiskC 110.7-5 PC X-TRA (für rund 77 Euro bei Saturn), er erhielt ebenfalls ein Mangelhaft. Von 150 für den Dauertest geplanten Betriebsstunden schaffte das Gerät nur deutlich weniger. Zudem waren bei einem von zwei getesteten Modellen die Kohlebürsten verschlissen.

Bei zu vielen Geräten ließ die Bedienungs­freundlich­keit zu wünschen übrig, so das Fazit der Tester (Bild: Getty).

Eine gute und relativ preisgünstige Wahl ist nach Prüfung der Tester neben dem Kärcher K 4 Compact Home auch noch der Globus-Baumarkt Primaster für derzeit 219 Euro.

Unter den günstigen Modellen sei außerdem der mit “befriedigend” bewertete Bosch Universal Aquatak 125 interessant. In vielen Shops ist dieser derzeit reduziert zu haben, wie etwa bei Obi für rund 70 Euro.

Der Handhabungssieger und teuerstes Modell

Viel Wert auf Nutzerfreundlichkeit haben die Konstrukteure von Stihl gelegt. Die Pluspunkte reichen vom langen flexiblen Schlauch bis zu Details wie einer praktischen Verstauklappe. Als einziger im Test erzielt der rund 430 Euro (Amazon) teure Stihl RE 130 Plus die Handhabungsnote “sehr gut”.

Allerdings vermieste dem Stihl RE 130 Plus am Ende ein kleiner Dichtungsring im Dauertest ein besseres Qualitätsurteil als Ausreichend. Und so landet das teuerste Modell im Test nur auf dem drittletzten Tabellenplatz.

Häufige "Todesursache" für Hochdruckreiniger sind winterliche Minustemperaturen. Lagern Sie das Gerät immer frostfrei (Bbild: Getty)

Folgende Tipps geben die Tester Nutzern von Hochdruckreinigern mit auf den Weg:

Überflüssige Chemie: Mehrere Anbieter verkaufen speziell für die Hochdruckreiniger Flaschen mit chemischen Zusätzen. Die Tester haben allerdings darauf verzichtet. Gehwege und bemalte Platten ließen sich ohne Chemie allein mit der Wasserkraft kräftig und umweltschonend reinigen.

Geräte gemeinsam nutzen. Aus Umwelt- und Kostensicht ist es wenig sinnvoll, dass jeder sein eigenes Gerät besitzt – und es pro Jahr nur wenige Stunden nutzt. Bieten Sie Ihres auch Freunden und Nachbarn an. Geräte mit der Haltbarkeitsnote sehr gut verkraften das. Baumärkte und Werkzeugverleiher verlangen pro Tag oft Mietkosten von 25 bis 35 Euro.

Arbeitsschutz. Damit umherfliegender Dreck nicht ins Auge geht, sollten Sie besser mit Schutzbrille arbeiten.

Bei Nachbarn sind Hochdruckreiniger oft unbeliebt. Die Geräte lärmen in ähnlicher Größenordnung wie Elektro-Rasenmäher. (Bild: Getty)

Weitere aktuelle Tests:

Den vollständigen Testbericht zu Hochdruckreinigern von Stiftung Warentest finden Sie hier (kostenpflichtig).