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Hersteller Rose meldet Bike-Boom im Corona-Jahr

·Lesedauer: 2 Min.

Starke Nachfrage nach Zweirädern beschert dem Fahrradunternehmen aus Bocholt ein deutliches Umsatzplus. Im kommenden Jahr will Rose bis zu 120 neue Stellen schaffen.

Bei vielen Menschen fiel in diesem Jahr der Jahresurlaub ins Wasser – das eingesparte Geld landete vielfach bei Fahrradhändlern. Davon profitierte auch der Hersteller und Händler Rose Bikes. Das Unternehmen aus Bocholt, das unter der Marke Rose Räder in allen Kategorien vom Kinderrad über Rennräder bis zum E-Bike verkauft, meldet für sein Ende Oktober abgeschlossenes Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 34 Prozent.

Unter dem Strich verzeichnete Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose Erlöse von 137,1 Millionen Euro. Rose hat damit das ursprünglich angepeilte Ziel von 125 Millionen Euro deutlich übertroffen. Zum genauen Gewinn macht Rose keine Angaben, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe sich jedoch verdreifacht.

Ähnlich wie andere Online-Händler – von Amazon über Zalando bis zum Rose-Konkurrenten Canyon aus Koblenz – erweist sich auch bei Rose die Konzentration auf den E-Commerce als Wachstumstreiber. Zwar betreibt das Unternehmen neben seinem Flaggschiffgeschäft in Bocholt weitere eigene Läden in München und Posthausen bei Bremen. Doch während des Lockdowns mit seinen Ladenschließungen erwies sich das Online-Geschäft als funktionierender Verkaufskanal. Laut Heckrath-Rose hätte der Umsatz sogar um etwa 30 Millionen Euro höher ausfallen können. Unterbrochene Lieferketten, fehlende Warenverfügbarkeit und geschlossene Läden hätten dies jedoch verhindert. „Das waren herausfordernde zwölf Monate für uns alle“, sagte der Rose-Chef.

Die Bocholter geben sich auch für die kommenden Monate optimistisch: Zusätzlich zu den 110 im abgeschlossenen Geschäftsjahr neu eingestellten Mitarbeitern plant Rose, im kommenden Jahr weitere 120 neue Stellen zu schaffen, vorrangig in der IT-Entwicklung. Insgesamt beschäftigt Rose zum Jahresende rund 480 Mitarbeiter. „Unser Schwerpunkt verlagert sich vom Händler zum Connector zwischen Kunden und Herstellern“, sagt Rose-Geschäftsführer Marcus Diekmann, „wir sehen uns mehr und mehr als IT-Plattform.“

Räder auch bei Globetrotter

Dennoch setzt der Radverkäufer auch weiter auf die Verbindung zwischen E-Commerce und stationären Geschäften. Nach der Neueröffnung von Läden in Berlin und in der Schweiz in Meilen am Zürichsee plant die Marke 2021 neue Shops in Köln, Basel und in Bern. Dazu kommt eine Kooperation mit Sportkaufhäusern. Nach einem ersten gemeinsamen Projekt im August mit Engelhorn Sports in Mannheim, will Rose im Januar und Februar eigene Flächen beim Outdoorhändler Globetrotter in Köln, Frankfurt und Dresden eröffnen. Dazu kommen weiter Kooperationen mit Sporthändlern in Osnabrück und Kempten.

Sorge, nach dem Boom im abgelaufenen Geschäftsjahr könne der Bedarf bei der Kundschaft womöglich für die kommenden Jahre gedeckt sein, macht man sich bei den Bocholtern offenbar nicht. Auch für das neue Wirtschaftsjahr rechnet Rose mit „einem deutlichen Wachstum“.

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