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Hersteller von Konsumelektronik verfehlen Umsatzziel

Frankfurt/Main (dapd). Der Umsatz mit Konsumelektronik ist in Deutschland im vergangenen Jahr schwächer ausgefallen als prognostiziert. Für dieses Jahr zeigt sich die Branche mit ihrer Einschätzung der Marktentwicklung vorsichtiger und geht von einem moderaten Wachstum aus. Trendsetter sind Smartphones und Tablet-PC.

"Die Umsätze im vierten Quartal lagen unter unseren Erwartungen, so dass die ursprüngliche Prognose von einem Wachstum um sechs Prozent nicht erreicht werden konnte", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Hans-Joachim Kamp, am Montag. Dennoch seien die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf 28,8 Millionen Euro gestiegen.

Mehr Umsatz mit Smartphones als mit Flachbildfernsehern

Erstmals sei 2012 mit Smartphones ein höherer Umsatz erzielt worden als mit Flachbildfernsehern, fügte Kamp hinzu. So sei der Umsatz mit Handys, die Medien- und Internetnutzung ermöglichen, um 32 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro gestiegen. Der Absatz von TV-Geräten sei im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,7 Prozent auf 9,6 Millionen Stück gesunken. Trotz der geringeren Verkaufszahl sei der Umsatz mit Fernsehern um 0,2 Prozent auf sechs Milliarden Euro gesteigert und damit der Preisverfall gestoppt worden, sagte Kamp.

Neben Smartphones wiesen großformatige Smart TV und Tablet-PCs "signifikante Steigerungen bei Absatz und Umsatz" auf, wie der gfu-Aufsichtsratschef sagte. Zu den besonders stark nachgefragten Produkten zählten zudem Komponenten für die Heimvernetzung, digitale Satelliten-Empfänger und Geräte, die eine mobile Mediennutzung ermöglichen.

Umsatz von klassischer Unterhaltungselektronik geht zurück

Wie aus dem Consumer Electronic Market Index hervorgeht, entwickelten sich 2012 die einzelnen Segmente der Industrie unterschiedlich. Während der Umsatz von klassischer Unterhaltungselektronik gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent zurückging, stiegen die Verkäufe von Telekommunikationsprodukten für den privaten Gebrauch um 20,1 Prozent und von IT-Produkten um 0,9 Prozent.

Produkte wie Flachbildfernseher oder Hifi-Geräte stellten mit einem Anteil am Gesamtmarkt von 51 Prozent und einem Umsatz von 14,8 Milliarden Euro nach wie vor das größte Segment. Auf Telekommunikationsprodukte entfiel ein Umsatz von 7,5 Milliarden Euro und damit ein Marktanteil von 26 Prozent. Mit IT-Produkten wurden 6,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, was einem Anteil von 22 Prozent am Gesamtumsatz entsprach.

In diesem Jahr erwarte die Branche ein Umsatzplus von rund zwei Prozent auf mehr als 29 Milliarden Euro, sagte Kamp. Er erklärte die zurückhaltende Prognose damit, dass es 2013 keine großen Sportereignisse gebe, die sonst für eine erhöhte Nachfrage sorgten.

dapd

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