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Last-Minute-Drama! Herrmanns Blackout rettet Schalke

Last-Minute-Drama! Herrmanns Blackout rettet Schalke
Last-Minute-Drama! Herrmanns Blackout rettet Schalke

Drama in der Nachspielzeit!

Im 1800. Bundesligaspiel der Schalker Vereinsgeschichte hat Borussia Mönchengladbach unter Neu-Trainer Daniel Farke einen perfekten Saisonstart knapp verpasst.

Patrick Herrmann hatte eine Flanke in den Strafraum eindeutig regelwidrig abgelenkt, der VAR-Eingriff war korrekt, es gab keine Diskussion. Marius Bülter traf in der Nachspielzeit per Strafstoß und sorgte damit für den 2:2-Endstand.

Schalke 04 beginnt schwungvoll

Die Ultras hatten das erste Heimspiel im Oberhaus seit 455 Tagen mit einer gewaltigen Choreo zelebriert. Hunderte blau-weiße Fahnen untermalten auf der Nordkurve ein riesiges Vereinslogo.

Mit der lautstarken Unterstützung begann der Aufsteiger schwungvoll, nach vier Minuten köpfte der tschechische Zugang Alex Kral knapp vorbei.

Die Königsblauen, für die der Zweitliga-Rekordtorschütze Simon Terodde erstmals in dieser Spielzeit von Beginn an stürmte, überließen den Gladbachern zunächst den Ball.

Nach Ballgewinn schalteten die Gelsenkirchener dann blitzschnell um. Erst schoss Zalazar aus der Distanz über das Tor, dann scheiterte Bülter an Gäste-Torhüter Yann Sommer.

Zalazar trifft aus der Distanz

Nach der heiß diskutierten 1:3-Pleite in Köln, während der die Schalker dreimal bei VAR-Entscheidungen Pech gehabt hatten, hatte Trainer Frank Kramer eine kompakte Defensive gefordert.

Doch nach rund 20 Minuten taten sich die ersten Löcher im Abwehrverbund auf: Gladbach kam durch schnelle Schnittstellenpässe zu ersten Chancen.

Auf die erste Drangphase der Fohlen hatte Schalke die perfekte Antwort. Zalazar entwischte im Zentrum und traf aus 20 Metern platziert ins linke untere Eck. Das Spiel wurde hitziger, Nickligkeiten bestimmten die letzten Minuten vor der Pause.

Gladbach kommt aus dem Nichts zum Ausgleich

Gladbach, das mit einem 3:1-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim in die Spielzeit gestartet war, kam auch nach dem Seitenwechsel mit der harten, aber keineswegs unfairen Gangart der Gastgeber nicht zurecht.

Immer wieder prallten Hofmann und Co. am bärenstarken Kral ab, der im defensiven Mittelfeld fast alle wichtigen Zweikämpfe gewann.

Aus dem Nichts kam die Borussia dann zum Ausgleich, nachdem Sekunden zuvor noch Schalke-Joker Larsson einen Hochkaräter hatte liegen lassen: Thuram bediente Hofmann mit toller Hacken-Vorarbeit und dieser konnte trotz eines leichten Stockfehlers von Kral nicht am 1:1 gehindert werden (72.).

Bülter hat das letzte Wort

Mit dem Ausgleichstreffer begann die Partie in Richtung der Fohlenelf zu kippen.

Am Ende einer Drangphase inklusive zweier Ecken sowie zweier herausragender Schwolow-Paraden lag der Ball dann aber doch erneut im Schalker Netz: Schwolow und Kral behinderten sich bei einer Bogenlampe gegenseitig, sodass Thuram nur noch abstauben und zum 2:1 einschieben musste (78.).

Alles schien nach drei Punkten für die Fohlen auszusehen, ehe Patrick Herrmann eine Ouwejan-Flanke im Strafraum mit der Hand abwehrte. Bülter übernahm Verantwortung und ließ das Stadion erbeben. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

S04-Coach Kramer: „Stolz auf die Mannschaft“

Schalke-Coach Frank Kramer zeigte sich nach Abpfiff sichtlich erleichtert: „Wir haben es in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht, haben immer wieder Nadelstiche gesetzt. Es war klar, dass Gladbach viel den Ball haben will und wird. In der zweiten Halbzeit wurde der Druck dann immer größer, dann mussten wir leider die zwei Gegentore hinnehmen. Dennoch sind wir zurückgekommen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“

Simon Terodde schlug in eine ähnliche Kerbe: „Es ist schön, dass wir den Leuten noch einen Punkt bescheren konnten. Die Menschen hier haben die Bundesliga vermisst.“

Während sich die meisten Akteure über das Handspiel von Patrick Herrmann einig waren, deutete Borussia-Coach Daniel Farke allerdings eine Fehlentscheidung in der Entstehung des Freistoßes, der zum Handspiel führte, an:

„Es ist bitter für Patrick, da es keine Torchance war und ansonsten aus der Szene nichts passiert wäre. Ich war von der Entscheidung vorher enttäuscht. Es ist ein klares Foulspiel von Bülter an Plea und wir kriegen den Freistoß gegen uns. Auch solche Freistöße sind keine kleinen Szenen. Aber die Entscheidung war so, es war ein schwer zu leitendes Spiel. Wir können uns nur um die Dinge kümmern, die wir beeinflussen können.“

Schalke 04 reist am kommenden Samstag zum VfL Wolfsburg und hat dann die nächste Möglichkeit auf den ersten Saisonsieg. Die Fohlen hingegen empfangen die Hertha zum Auftakt des 3. Spieltags. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)


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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)