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Heil will mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über 3G am Arbeitsplatz beraten

·Lesedauer: 2 Min.
Hubertus Heil (AFP/John MACDOUGALL)

Zur Frage der 3G-Regel am Arbeitsplatz hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Gespräche mit Gewerkschaften und Arbeitgebern angekündigt. "Nur im Schulterschluss zwischen Beschäftigten, Unternehmen und Staat können wir für wirksamen Schutz und mehr Impfungen sorgen", sagte er der "Rheinischen Post" vom Freitag. Nähere Informationen dazu gebe es aktuell noch nicht, teilte Heils Ministerium mit.

Der Bundestag hatte am Donnerstag ein Gesetz für neue Corona-Maßnahmen auf den Weg gebracht. In den bevorstehenden parlamentarischen Beratungen wollen die Ampel-Parteien dabei auch die 3G-Regel am Arbeitsplatz einfügen.

Heil verteidigte den Plan: Die bisherigen Maßnahmen reichten nicht aus, um das Infektionsgeschehen zu verringern. "Deshalb ist es richtig, die Vorgaben zum betrieblichen Infektionsschutz wie die Maskenpflicht, Kontaktreduzierung, die Testangebotspflicht sowie die Verpflichtung zur Erstellung betrieblicher Hygienekonzepte beizubehalten." Zusätzlich dürften künftig nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete zur Arbeit gehen.

Das sei notwendig, weil die Impfquote immer noch nicht ausreichend und die Zahl der ungeimpften Personen weiterhin hoch sei. Es sei auch notwendig, um sowohl die Schließung von Kitas und Schulen als auch eine erneute Einschränkung der Wirtschaft zu vermeiden.

Die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte der "Passauer Neuen Presse", für die Branche sei es "entscheidend", dass die Betriebe "dauerhaft geöffnet bleiben". Für doppelt Geimpfte und Genesene dürfe es keinen Lockdown geben.

Die Sorge davor wachse jedoch. "Es ist ein Alarmzeichen, dass es in Regionen wie Bayern und Baden-Württemberg schon zu Stornierungen von Weihnachtsfeiern und anderen Buchungen gekommen ist", sagte Hartges. Genau das forderte die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer: "Große Weihnachtsfeiern halte ich in der aktuellen Lage nicht für angebracht", sagte die Ökonomin, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag.

Stattdessen wäre die 2G-Regel eine Überlegung, um "kleine Feiern stattfinden zu lassen". Auch generell hält die Wirtschaftsexpertin die 2G-Regel "in vielen Betrieben" für "sinnvoll". Dafür brauche es allerdings nun die Booster-Impfung.

Grundsätzlich sollten Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten kennen dürfen, sagte Schnitzer den Funke-Zeitungen. "Es ist unverständlich, dass man Mitarbeitende zum Kunden schicken kann, der einen solchen Nachweis verlangt, während der Arbeitgeber ihn nicht erfragen darf." Zudem müssten sich viele Menschen ein Büro mit Kolleginnen und Kollegen teilen, ohne zu wissen, ob diese geimpft sind. "Das verunsichert viele."

Die Corona-Infektionszahlen steigen derzeit stetig an und erreichen immer neue Höchststände. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen stieg zuletzt auf 263,7. Binnen 24 Stunden wurden mehr als 48.000 Neuinfektionen verzeichnet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) rief dazu auf, Großveranstaltungen abzusagen und die Kontakte zu anderen Menschen nach Möglichkeit zu reduzieren.

ilo/hcy

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