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Wie hat sich Gold als Inflationsschutz geschlagen?

·Lesedauer: 2 Min.

Gold gilt schon seit Jahren, Jahrzehnten, sogar seit Jahrhunderten als Schutz gegen Inflation und im Allgemeinen als Wertspeicher. Das Edelmetall ist ein sicherer Hafen, in den Investoren stets flüchten, wenn es haarig wird. Beispielsweise zuletzt in der COVID-19-Krise. Oder womöglich auch, wenn das Thema Inflation wieder um sich greift.

Aber wie hat sich Gold zuletzt eigentlich geschlagen? Immerhin ist das Thema stärkere Inflation seit geraumer Zeit ein Thema. Auch COVID-19 begleitet uns immer noch. Riskieren wir dazu einen Blick auf die Performance der vergangenen drei Monate. Sowie des vergangenen Jahres. Das könnte unzweifelhaft zeigen, dass zumindest kurzfristig der schützende Effekt nicht ganz funktioniert hätte.

Gold als Inflationsschutz: Stabil?

Es mag zugegebenermaßen ein willkürlicher Betrachtungswinkel sein. Aber Gold hätte als Inflationsschutz zuletzt mit Blick auf ein Jahr oder auch die letzten drei Monate nicht unbedingt gut funktioniert. Das Minus bei drei Monaten liegt gemessen in US-Dollar bei ca. -4,6 %. Wenn wir hingegen auf ein Jahr blicken, so beträgt das Minus 7,7 %.

Eine gewisse Willkür lässt sich, wie gesagt, nicht leugnen. Bei lediglich einem Monat wäre das Plus mit 0,2 % immerhin moderat. Auf drei Jahre und damit längerfristig läge das Edelmetall hingegen ca. 51 % im Plus. Natürlich ist Letzteres ein eher Foolisher Betrachtungszeitraum. Allerdings ist das ein Aspekt, der uns vielleicht etwas näher beschäftigen sollte.

Gold funktioniert augenscheinlich bloß über längere Zeiträume als Inflationsschutz. Oder auch, wenn man in das Edelmetall investiert, solange es noch nicht en vogue ist. Seit dem Coronacrash-Hoch bei über 2.000 US-Dollar hätten Investoren ebenfalls eine deutlich negative Performance eingefahren. Zudem notierte das Edelmetall, wenn wir den Zeitraum 2014 bis Anfang 2020 betrachten, eigentlich konsequent seitlich. Derzeit ist die Ausgangslage so hoch wie um das Jahr 2012 herum. Für mich eigentlich kein solider, langfristig orientierter Schutz vor Inflation. Zumindest nicht zu jedem Zeitpunkt.

Weitere Nachteile

Gold besitzt weitere Nachteile, beispielsweise dass das Edelmetall nichts produziert und entsprechend keinen Mehrwert für Investoren schafft. Eine Eigenschaft, die dazu führt, dass auch Warren Buffett das Edelmetall grundsätzlich meidet.

Im Endeffekt ist es deine Entscheidung, jetzt womöglich auch im Dip zu kaufen. Langfristig orientiert könnte so manches dafürsprechen, dass auch wieder höhere Notierungen kommen. Sicher in schwierigen Zeiten scheint Gold jedoch nur zu sein, wenn man prophylaktisch in solideren Zeiten eine Investition wagt und dann die Ängste auftreten. Zuletzt jedenfalls ist die Performance eher negativ gewesen.

Wie gesagt: Wobei sich eine gewisse Willkür bei der Betrachtung natürlich kaum leugnen lässt. Und ich im Allgemeinen mit Blick auf die Eigenschaften des Edelmetalls eher skeptisch bin.

Der Artikel Wie hat sich Gold als Inflationsschutz geschlagen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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