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Hat die Briefmarke bald ausgedient? Die Post setzt auf neue Portoform

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

Die Deutsche Post setzt im Zuge ihres Digitalisierungsprogramms unter anderem auf eine neue Portoform. Sind damit die Tage der guten alten Briefmarke gezählt?

German stamps 80 cents and 10 cents, symbolic photo Portoerhohung, Deutsche Briefmarken 80 Cent und 10 Cent, Symbolfoto Portoerhohung. (Photo by: Bildagentur-online/Universal Images Group via Getty Images)
Ist die klassische Briefmarke bald ein Relikt der Vergangenheit? (Bild: Bildagentur-online/Universal Images Group via Getty Images)

Die Deutsche Post setzt immer mehr auf Digitalisierung. Durch entsprechende Dienstleistungen soll das Versenden von Briefen und Paketen "einfacher und transparenter" werden. Der Wandel wirkt sich jedoch auf so manche liebegewonnene Tradition aus. Etwa die gute alte Briefmarke. Zugespitzt gefragt: Sind die Tage des klassischen Postwertzeichens gezählt?

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Immerhin wird die Post im Rahmen ihres "Digitalisierungsprogramms" unter anderem auch eine neue, digitale Portoform einführen. In einigen Filialen testet das Unternehmen schon jetzt die Vorstufe davon. Es handelt sich um einen Klebestreifen mit einem QR-Code, der anstelle einer Briefmarke auf die jeweilige Sendung angebracht wird.

Die klassische Briefmarke wird das zusätzliche Angebot nicht ersetzen, wie es heißt. "Solche Klebestreifen mit Datamatrixcode werden in der Filiale eigentlich nur auf einer Sendung angebracht, wenn keine klassische Briefmarke zur Hand ist", erklärt Alexander Edenhofer, Pressesprecher der Deutschen Post DHL Group, auf Anfrage des Tech-Magazins Chip.

Das neue Wertzeichen der Deutschen Post: Briefmarken mit einem so genannten Matrixcode. (Bild: Deutsche Post/DHL)
Das neue Wertzeichen der Deutschen Post: Briefmarken mit einem so genannten Matrixcode. (Bild: Deutsche Post/DHL)

Wird die klassische Briefmarke aussterben?

Nach einem Probelauf soll der Streifen durch Briefmarken mit einem so genannten Matrixcode abgelöst werden. Spätestens im ersten Quartal 2021 kommen sie, wie es heißt, auf den Markt. Die Vorteile der neuen Portoform gegenüber der alten: Kunden werden die Sendungen über ihre Smartphones verfolgen können. Und: Die Frankierung mit Matrixcode soll fälschungssicher sein und verhindern, dass Postwertzeichen mehrfach verwendet werden.

Auch mit diesem nächsten Schritt in die digitale Zukunft soll die alte Briefmarke kein Relikt der Vergangenheit werden. Auch das versichert der Pressesprecher: "Selbstverständlich wird die klassische Briefmarke auch nach Einführung des Matrixcodes nicht aussterben", sagt Edenhofer. Und er fügt hinzu: "Es handelt sich nicht zuletzt um ein Kulturgut".

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Philatelisten, jene Menschen, die sich – auch wissenschaftlich – mit Briefmarken beschäftigen, und Sammler im Allgemeinen müssen sich also keine Sorgen machen. Sammler könnten von der Entwicklung sogar profitieren, meint der Post-Mann. Denn mit der Umstellung auf die digitale Portoform würde der Wert manch alter Briefmarke gesteigert.

Die Post hatte ihre "Konzernstrategie 2025" im Oktober vergangenen Jahres verkündet. Im Rahmen des "Digitalisierungsprogramms im Post- und Paketbereich" würden mehrere "neue digitale Services" geschaffen werden. Das Programm soll sich auf einen Zeitraum von drei Jahren erstrecken. Die ersten Dienstleistungen würden bereits 2020 verfügbar sein.

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