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Harvard-Studie: Besseres Einkommen dank reicher Freunde in der Kindheit

·Freier Autor

Eine Stunde von Harvard-Wissenschaftlern über Freundschaften und sozialen Aufstieg kommt zu dem Schluss, dass Kinder armer Eltern als Erwachsene merklich mehr verdienen, wenn sie Freunde aus reichen Familien hatten. Wie kann das sein?

Die Freundschaften der Kindheit können sich später aufs Gehalt auswirken. (Bild: Thomas Trutschel/Photothek via Getty Images)
Die Freundschaften der Kindheit können sich später aufs Gehalt auswirken. (Bild: Thomas Trutschel/Photothek via Getty Images)

Die Studie, von der zuerst der Stern berichtete, fand heraus, dass Kinder aus einkommensschwachen Familien später ein im Schnitt um 20 Prozent besseres Gehalt bekommen, wenn sie Freunde aus einer wirtschaftlich höher gestellten Schicht hatten.

Für die Untersuchungen werteten die Forschenden Daten von Facebook aus. Anhand von Faktoren wie Durchschnittseinkommen, Wohngebiet oder Bildungsgrad konnten sie den sozioökonomischen Status der Eltern ermitteln.

Durchmischung soll bereits an Schulen gefördert werden

Ein Fünftel mehr Gehalt wegen der "richtigen Freunde" – wie kann das sein? Für Dr. Raj Chetty, Hauptautorin der Arbeit, gibt es drei entscheidende Punkte, die derartige Freundschaften begünstigen. Zum einen sozialer Ehrgeiz und der simple Wunsch, selbst aufzusteigen. Zum anderen grundlegende Informationen über die Bedeutung von Bildung und Aufstieg, die der Kontakt zu wirtschaftlich erfolgreicheren Menschen mit sich bringen. Und zu guter Letzt auch die sozialen Netzwerke der Bessergestellten.

Ihr Vorschlag: Schon an Schulen soll eine bessere Durchmischung von Kindern aus Elternhäusern mit verschiedenen Einkommensklassen gefördert werden. "Das Aufwachsen in einer Gemeinschaft, die über Klassengrenzen hinweg verbunden ist, verbessert die Ergebnisse der Kinder und gibt ihnen eine bessere Chance, aus der Armut herauszukommen“, sagte sie gegenüber der New York Times.

Soziales Kapital "wichtig für Weg aus der Armut"

Das ist jedoch einfacher gesagt, als getan. So hängt die Entwicklung von Freundschaften freilich nicht nur davon ab, ob Menschen überhaupt miteinander in Berührung kommen. Einer weiteren Studie zufolge schließen Menschen nämlich am ehesten Freundschaften mit Personen aus derselben Gruppe – was wiederum die soziale Durchmischung hemmt und zur sozialen Ungleichheit beiträgt.

"Diese Daten zeigen, wie wichtig soziales Kapital für den Weg aus der Armut ist", kommentierten die nicht direkt beteiligten Oxford-Wissenschaftler Noam Angrist und Bruce Sacerdote vom Dartmouth College die Studie: "Die Verbindungen zwischen Personen mit niedrigem und hohem Sozialstatus können sich auf die Ambitionen, den Zugang zu Informationen und die Beschäftigungsmöglichkeiten auswirken."

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