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Happy 2020! So schaffst du es, bewusst im Hier und Jetzt zu leben

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Neues Jahr, neues Glück, aber auch jede Menge Druck, den wir uns vorrangig selbst machen. Mehr Sport, mehr Erfolg, mehr Me-Time – und am besten alles auf einmal! Dabei wissen wir doch eigentlich, dass es die kleinen Schritte sind, die uns dabei helfen, unser Leben langfristig so zu optimieren, dass wir glücklich(er) sind. Im Januar stellen wir täglich Tipps und Tricks vor, die sich ganz einfach in den Alltag integrieren lassen und für gute Laune sorgen. Heute: Wie du negative Gedanken loslassen – und dich mehr auf das Wesentliche besinnen kannst.

Wer aufhört, Probleme zu wälzen und den Blick fürs Wesentliche öffnet, ist glücklicher. (Bild: Getty Images)

Jeder kennt Situationen wie diese: Man steht vor dem Herd und kocht zur Lieblingsmusik sein Lieblingsgericht, ist mit den Gedanken aber beim Streitgespräch mit dem Chef, der Mutter oder besten Freundin. Egal ob man arbeitet, joggt, einkauft oder abends im Bett liegt – oft gibt es diese fiesen und bohrenden Gedanken, die einfach nie zu einer Lösung führen und sich darum auch nicht abschalten lassen.

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Einen Großteil unserer Zeit lassen wir uns ablenken

Die US-Psychologen Matthew A. Killingsworth und Daniel T. Gilbert von der Harvard University haben in einer im Fachjournal "Science“ veröffentlichten Studie nachgewiesen, dass Menschen in fast 47 Prozent ihrer Zeit im Wachzustand an etwas anderes denken als an das, womit sie gerade beschäftigt sind. Das Problem daran beschreiben die beiden folgendermaßen: "Der menschliche Geist ist ein wandernder Geist, und ein wandernder Geist ist ein unglücklicher Geist.“ Die Fähigkeit, an etwas zu denken, das sich nicht gerade abspielt, sei eine kognitive Errungenschaft, die einen emotionalen Preis habe.

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Wer ständig grübelt, ist unglücklich

Wer mit seinen Gedanken also ständig Probleme wälzt, verschiedene Möglichkeiten durchspielt, Entscheidungen hinauszögert oder bereits getroffene in Zweifel zieht, ist nicht nur weniger produktiv, sondern wird auf Dauer auch unglücklich. Die negativen Gedanken drehen sich wie ein nicht zu stoppendes Karussell, was wiederum verschiedene Ängste, Depressionen und Schlafstörungen hervorrufen kann.

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Warum wir nicht handeln, obwohl wir sollten

Um das Gedankenkarussell zu unterbrechen, muss man Probleme also direkt angehen. Leichter gesagt als getan, was mehrere Gründe haben kann. Erstens: Man weiß einfach nicht, wie und womit man anfangen soll. Zweitens: Wir handeln nicht aus Furcht vor einem Misserfolg, und das vor allem aus einem Grund - wir wollen perfekt sein, eventuelle Rückschläge würden sich negativ auf unser Selbstbild auswirken. Drittens strebt das menschliche Hirn nach rascher Belohnung, die meilenweit entfernt sein kann, wenn man sich mitten in einem schwierigen Projekt befindet oder sich gar nicht erst dazu aufraffen kann, damit überhaupt erst anzufangen. Viertens kann Arbeit manchmal auch einfach unangenehm sein, weshalb man in den Vermeidungsmodus schaltet.

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Nur, wer tatsächlich losläuft, kann sein Ziel auch erreichen. (Bild: Getty Images)

Das kann man tun, um die Dinge in Angriff zu nehmen

  1. Überlege dir, ob das Ziel, das du dir gesetzt hast, realistisch ist. Nach dem sogenannten Yerkes-Dodson-Gesetz liefern wir immer dann die beste Performance ab, wenn Aufgaben zwar anspruchsvoll, aber nicht zu schwer sind.

  2. Belohne dich und tue dir etwas Gutes, wenn du eine Zwischenetappe geschafft hast.

  3. Überwinde deinen inneren Schweinehund und lege einfach los. Der schwierigste Teil einer Aufgabe besteht oft nicht in deren Lösung oder ihrem Abarbeiten, sondern schlicht darin, damit anzufangen.

  4. Besteht das Problem darin, dass deine Gedanken oft abschweifen, versuche, das nicht einfach geschehen zu lassen, sondern zu erkennen und zunächst einmal urteilsfrei zu akzeptieren. Achte auf solche Gedankenabschweifungen und konzentriere dich immer wieder aufs Neue und ganz bewusst auf den Augenblick.

  5. Denkst du immer und immer wieder über ein bestimmtes Problem nach, das dich ständig ablenkt, setze dir einen bestimmten Zeitrahmen, in dem du es in Angriff nehmen und gründlich darüber nachdenken willst.

  6. Hast du erst einmal eine Entscheidung gefällt, solltest du sie nicht immer und immer wieder in Frage stellen.

  7. Wenn nichts mehr geht und die Gedanken blockiert sind, nimm dir eine Auszeit, gehe spazieren, lege dir Musik auf oder eine Yoga-Einheit ein und tue, was immer dir Spaß macht. Mit guter Laune lassen sich auch schwere Entscheidungen leichter treffen.