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Hanning sieht Handball-WM als Vorbild - und träumt

SID
·Lesedauer: 2 Min.

Neue Hauptstadt Ägyptens (SID) - DHB-Vizepräsident Bob Hanning sieht die Handball-WM in Ägypten als Vorbild für weitere Sport-Großveranstaltungen in Zeiten von Corona. "Ich finde, dass es sich trotz der vielen Unkenrufe um eine WM auf allerhöchstem Niveau handelt, unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen. Das kann Vorbild sein für alle weiteren Großturniere", sagte Hanning in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Turnier tue nicht nur dem deutschen Handball gut, "sondern auch dem gesamten deutschen Sport".

Die massive Kritik an der Mega-WM mit 32 Mannschaften, deren Durchführung viele für verantwortungslos halten, wies Hanning zurück. "Ich kann das nur noch mit einem Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen", so der 52-Jährige: "Jeder darf seine Meinung haben und äußern, aber hier ist es definitiv sicherer für die Teilnehmer als in Deutschland."

Unter anderem SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte die Handball-WM als falsches Turnier in dieser Zeit bezeichnet - für Hanning nicht nachvollziehbar. "Für Karl Lauterbach geht es scheinbar darum, seinen Marktwert in Talkshows zu steigern, und wenn ich 20 Mal was sage, liege ich auch hin und wieder richtig, mache mich aber unglaubwürdig und verpasse, meinem eigentlichen Beruf nachzugehen", sagte der Manager: "Ich verbitte es mir, Urteile zu fällen, wenn man gar nicht vor Ort ist."

Für Hanning ist es nach acht Jahren im Verband die letzte WM in seiner Funktion beim Deutschen Handballbund (DHB). Sentimental sei er deshalb aber nicht. Die heutige Zeit, so Hanning, sei keine Zeit für Sentimentalitäten. Zudem habe man "die Olympischen Spiele mit unserem Traum von Gold noch vor uns. Wir haben hier beim DHB eine Menge miteinander gemacht und geschafft, und jetzt haben wir noch dieses eine große Ziel, und das wollen wir auch erreichen." Im Herbst zieht sich Hanning beim DHB zurück.