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Handy-Ladestecker sollen europaweit einheitlich werden

·Lesedauer: 1 Min.
Handy-Ladestecker sollen europaweit einheitlich werden (AFP/Kenzo TRIBOUILLARD)

Das Kabelwirrwarr beim Handyladen soll ein Ende haben: Die EU-Kommission will einen europaweit einheitlichen Ladestecker für alle Handys und Tablets durchsetzen. Künftig soll es nur noch USB-C-Anschlüsse geben, wie EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton am Donnerstag bei der Vorstellung eines Verordnungsentwurfes in Brüssel mitteilte. Der iPhone-Anbieter Apple wehrt sich bisher erbittert gegen die Einheitslösung.

Auch die Ladestecker für Fotoapparate, Kopfhörer oder Spielekonsolen will die Kommission vereinheitlichen. "Wir haben der Industrie viel Zeit gegeben, um selbst Lösungen zu finden", sagte Breton. "Nun ist die Zeit für eine gesetzliche Regelung gekommen." Er zeigte sich zuversichtlich, dass der einheitliche Ladestecker nach Beratungen von Mitgliedstaaten und Europaparlament kommen werde.

Bereits seit 2009 bemüht sich die EU-Kommission um eine Einheitslösung, damit sich Verbraucher bei einem Wechsel von Handy oder Tablet keine neuen Ladekabel kaufen müssen - oder ihr Mobiltelefon problemlos auswärts aufladen können, wenn sie ihr eigenes Kabel vergessen haben.

Seitdem hat sich die Zahl der Anschlüsse immer weiter reduziert. Derzeit existieren noch drei verschiedene Systeme: Der bei der Mehrheit der Geräte gebräuchliche Mikro-USB-Anschluss, die neuere Verbindung über USB-C sowie Lightning von Apple.

Die EU-Kommission nannte ihren Vorschlag einen "Sieg für die Verbraucher". Sie verweist darauf, dass die europäischen Handynutzer jährlich 2,4 Milliarden Euro alleine für den Kauf von Ladekabeln ausgeben. Apple betonte dagegen, die Neuregelung drohe "Innovationen zu ersticken statt sie anzuregen" und schade damit den Konsumenten.

lob/hcy

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