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Handwerk schaut verhalten in die Zukunft

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BERLIN (dpa-AFX) - Das Handwerk schaut wegen hohen Unsicherheiten für die weitere wirtschaftliche Entwicklung verhalten in die Zukunft. Jeder zweite Betriebsinhaber rechnet laut einer neuen Umfrage aktuell mit geringeren Umsätzen in den ersten drei Monaten des neuen Jahres als saisonüblich. 44 Betriebe berichten von sinkenden Auftragsbeständen, nur bei 17 Prozent wachsen sie an. Im Durchschnitt reichen die Auftragsbestände derzeit noch für rund 7 Wochen, wie der Umfrage des Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hervorgeht.

Nach wie vor seien außerdem viele Betriebe von substanziellen Umsatzausfällen betroffen. ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer sagte: "Finanzpolster, die manche Unternehmen in vielen Jahren aufgebaut haben, sind in kürzester Zeit zusammengeschmolzen. Das zusammengenommen lässt viele unserer Betriebe laut der aktuellen Umfrage, die noch vor dem harten Lockdown endete, nur verhalten in die Zukunft blicken und zum Teil deutlich geringere Umsätze für die ersten drei Monate 2021 als sonst üblich erwarten."

Die Betriebe bräuchten weiter wirtschafts- und betriebsstabilisierende Hilfen. "Politik muss dafür sorgen, dass diese Hilfen bei all denen ankommen, die massiv betroffen sind." Die Betriebe müssten darüber hinaus in die Lage versetzt werden, wieder dickere Eigenkapitalpolster aufbauen zu können. Dafür müssten B. steuerliche Hemmnisse angepackt werden.

Noch sei nicht abzusehen, wie lange massive Einschränkungen und weiter nötige Hygiene- und Abstandsvorschriften den Geschäftsbetrieb der Betriebe beeinträchtigten, so Wollseifer. "Es gibt aber mit dem absehbaren Beginn von Impfungen zumindest die Aussicht auf Erleichterungen im Verlauf des kommenden Jahres, was eine Belebung der Konjunktur erwarten lässt."