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"Hallo Mama, ich habe eine neue Nummer": Vorsicht vor Betrugsmasche auf WhatsApp

·Freier Autor für Yahoo

Auf WhatsApp macht eine neue Betrugsmasche die Runde. Kriminelle geben sich als Kind eines möglichen Opfers aus. In einem nächsten Schritt bitten sie um eine Überweisung.

BRAZIL - 2022/03/16: In this photo illustration the WhatsApp logo seen in the background of a silhouette woman holding a mobile phone. (Photo Illustration by Rafael Henrique/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)
Auf WhatsApp macht eine neue Betrugsmasche die Runde. (Symbolbild: Rafael Henrique/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)

Auf WhatsApp ist eine neue Betrugsmasche im Umlauf. Dabei geben sich die Betrüger als Kinder der potenziellen Opfer aus, an deren Geld sie mit einer erfundenen Geschichte zu gelangen versuchen.

Die Verbraucherzentrale nennt zwei Beispiele für den neuen Trickbetrug. Im ersten Fall erhielt eine Frau aus Nordrhein-Westfalen auf WhatsApp eine Nachricht von Kriminellen, die sich als ihr Kind ausgaben: "Hallo mama, rate mal wessen's Handy in der Waschmaschine gelandet ist. Du kannst diese Nummer einspeichern und die alte löschen."

Der zweite Betrugsversuch zielte auf eine Frau aus Sachsen. Sie erhielt auf dem sozialen Netzwerk von ihrer vermeintlichen Tochter eine Nachricht mit ähnlichem Inhalt: "Hallo Mama, ich habe ein neues Handy. Bitte speichere die neue Nummer ab."

Wie genau funktioniert die Betrugsmasche?

Indem sich die Kriminellen als Tochter oder Sohn der potenziellen Opfer ausgeben, versuchen sie diese in einem weiteren Schritt dazu zu bringen, Geld auf ein bestimmtes Konto zu überweisen. Die erfundene Geschichte dient dabei als Lockmittel. Bei der älteren Dame aus Sachsen waren die Betrüger zunächst erfolgreich. Sie speicherte die vermeintliche neue Nummer, bevor es zum Austausch "banaler Nachrichten" kam, so die Verbraucherzentrale.

Dann erhielt die Frau aus dem Vogtland eine Nachricht mit der Bitte um eine Geldüberweisung. Mit dem neuen Smartphone könne die Tochter nicht mehr auf ihr Online-Banking-Konto zugreifen, hieß es zur Begründung. Weil sie eine wichtige Überweisung tätigen müsse, brauche sie dringend 1.100 Euro. Stutzig wurde die Frau erst, als ihre "Tochter" einen ausländischen Empfängernamen angab.

Im Fall der Verbraucherin aus Nordrhein-Westfalen flogen die Trickbetrüger schneller auf. Die Frau hat keine Kinder, daher schöpfte sie sofort Verdacht.

Wie sollten Sie sich verhalten?

Die Verbraucherzentrale rät, unter keinen Umständen auf die Geldforderungen der Betrüger einzugehen. WhatsApp-Nutzer*innen, die eine ähnliche Nachricht erhalten haben, sollten sich rückversichern und ihre Kinder über die "alte" Nummer oder eine Festnetznummer kontaktieren. Die Nummer der Betrüger sollten sie blockieren, deren Nachrichten jedoch nicht löschen. Vielmehr gelte es, bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

Im Video: Strafe droht - Das ist bei WhatsApp illegal!

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