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Halimi statt Napoleon? Rouen streitet um ein neues Standbild

·Lesedauer: 1 Min.

Welche Statue sollte künftig vor dem Rathaus der nordfranzösischen Stadt Rouen stehen? Napoleon Bonaparte hoch zu Ross wie seit 1865 - oder aber ein neues Denkmal zu Ehren einer herausragenden Frau?

Dafür plädiert der sozialistische Bürgermeister der Stadt Nicolas Mayer-Rossignol. Er möchte die Napoleonskulptur, die vor einem Jahr zur Restaurierung abgebaut durch wurde, eine neue ersetzen, um das Stadtbild zu feminisieren.

"Wie überall in Frankreich sind nur 5 % des öffentlichen Raums mit Frauennamen versehen, sind 5 % eine gerechte Vertretung der Menschheit?"

Gisèle Halimi hätte ein Denkmal in der Stadt verdient

Sein Vorschlag: Die vor einem Jahr verstorbene Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Gisèle Halimi hätte ein Denkmal in der Stadt verdient.

Doch mehrere Oppositionspolitiker sind strikt dagegen - und auch ein Teil der Bevölkerung, die offensichtlich an Napoleon Bonaparte hängt.

Wie der Historiker Jacques Tanguy: "Es ist Teil unserer Geschichte. Es geht nicht so seht um die Persönlichkeit, sondern die Tatsache, dass diese Statue dort aufgestellt wurde, dass sie aus der Bronze von der Schlacht von Austerlitz gegossen wurde."

"Man könnte beides haben. Wir könnten Gisèle Halimi an einem anderen Ort ehren und Napoleon dort oben belassen."

BürgerInnen sollen entscheiden

Der Bürgermeister versichert, dass am Ende die BürgerInnen und Bürger von Rouen das letzte Wort haben werden. Mitte September wurde dazu eine Befragung gestartet.

Die Bürgerrechtlerin ihrerseits wurde Ende August in Paris mit einer Straße geehrt: der "Promenade Gisèle Halimi" am Ufer Seine.

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