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Darum haben ausgerechnet die Bundesbürger mit dem höchsten Einkommen die meisten Kreditschulden, laut einer Studie

Besonders in der Hansestadt Hamburg haben die Menschen laut Verivox viele Kreditschulden. (Symbolfoto) - Copyright: picture alliance / dpa Themendienst | Mascha Brichta
Besonders in der Hansestadt Hamburg haben die Menschen laut Verivox viele Kreditschulden. (Symbolfoto) - Copyright: picture alliance / dpa Themendienst | Mascha Brichta

Wie viele Schulden habt ihr? Wenn ihr in Hamburg wohnen solltet, kann es sein, dass es viele sind. Die Hansestadt hat laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox, die uns exklusiv vorliegt, im Bundesdurchschnitt die höchste Schuldenquote. Für die Studie hat das Vergleichsportal alle Ratenkreditanfragen der letzten zwei Jahre ausgewertet.

Rund 23.000 Euro Schulden hat demnach jeder Hamburger im Schnitt. Das könnte auch daran liegen, dass die Hamburger 9 Prozent häufiger als im deutschlandweiten Schnitt schon einen neuen Kredit abschließen, obwohl sie noch Schulden tilgen. Bundesweit hat etwa jeder fünfte Darlehensnehmer beim Abschluss eines Ratenkredits bereits laufende Kreditpflichten.

Doch woher kommt der hohe Schuldenstand in Hamburg? "Der hohe durchschnittliche Schuldenstand in Hamburg hängt mit dem hohen Einkommensniveau in der Elbmetropole zusammen", so Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. "Wer gut verdient, kann auch höhere Kredite aufnehmen. Dementsprechend höher ist dann eben auch die noch offene Restschuld, wenn Verbraucher erneut einen Kredit aufnehmen."

 - Copyright: Verivox
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Und dieses Phänomen gilt nicht nur in Hamburg, sondern auch in anderen Bundesländern, in denen die Menschen hohe Schulden, aber auch hohes Einkommen haben. Laut Verivox Analyse verdienen Hamburger, die einen Kredit aufnehmen, im Schnitt 2.404 Euro. Nur in Baden-Württemberg ist der Durchschnittsverdienst mit 2.431 Euro noch etwas höher. Hinter Hamburg auf Platz 3 der Einkommensskala folgt Hessen mit 2.385 Euro. Alle drei Bundesländer landen auch im Schuldenranking weit vorne.

Auch am unteren Ende der Einkommensstatistik wird der Zusammenhang von Verdienst und Verschuldungshöhe deutlich: Nur in den vier ostdeutschen Flächenländern Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt liegt der durchschnittliche Schuldenstand unter 20.000 Euro und der monatliche Nettoverdienst im Schnitt bei weniger als 2.100 Euro.

Die gute Nachricht ist: die meisten Kreditnehmer kommen ihrer Schuld nach und zahlen zuverlässig ihre Raten. Laut Daten der Wirtschaftsauskunftei Schufa haben 91 Prozent aller Erwachsenen eine makellose Kreditbiografie. Das bedeutet, dass sie ihre Rechnungen ebenso wie sämtliche Kredit- und Leasingraten stets pünktlich bezahlen. „Die große Mehrheit der Deutschen kann die eigene finanzielle Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen und nimmt nicht mehr Kredite auf, als sie mit ihrem Einkommen auch finanzieren kann“, sagt Oliver Maier.

Ob das allerdings angesichts der steigenden Energiepreise so weiter gehen wird, bleibt abzuwarten.