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Ich habe im Trigema-Testgeschäft in Wolfgang Grupps Heimatstadt eingekauft – und wurde überrascht

Business Insider Redakteur Luca Schallenberger vor dem Trigema-Geschäft in Burladingen
Business Insider Redakteur Luca Schallenberger vor dem Trigema-Geschäft in Burladingen

Burladingen ist eine kleine und überschaubare Stadt mit rund 12.000 Einwohnern in Baden-Württemberg und ist mit dem Auto rund eine Stunde von Stuttgart entfernt. Sonderlich viel zu bieten hat sie ehrlich gesagt nicht. Ich war trotzdem dort – unter anderem, um im Trigema-„Testgeschäft“, wie es offiziell heißt, einzukaufen.

Trigema ist das Textil-Unternehmen von Wolfgang Grupp, der durch seine markanten, oft auch kontroversen Sprüche und die Werbung mit dem Affen vor der „Tagesschau“ bekannt ist. Seit mehr als 50 Jahren steht Wolfgang Senior an der Spitze des Textilherstellers. Trigemas Markenzeichen: Die Produktion in Deutschland, daheim in Burladingen. Der Hauptsitz des Unternehmens, inklusive der Produktion, ist gerade einmal einen Kilometer zu Fuß vom Laden entfernt. Genauso wie seine Villa, die sich direkt neben dem Hauptsitz befindet.

Ich kam mit dem Auto von Stuttgart nach Burladingen, den Laden habe ich sofort gesehen. Das Testgeschäft ist eines der ersten Gebäude der Stadt und steht kurz hinter dem Ortsschild. Außerdem sah ich sofort das blau, weiß, rote Trigema-Logo, das an der Seite des Gebäudes hing und in Richtung der Straße blickte. Und an der Trigema-Tankstelle, mit der sich die Filiale das Grundstück teilte.

Probleme, einen Parkplatz zu finden, hatte ich nicht. Es war kaum etwas los, eine Handvoll Autos parkte dort. Die Tankstelle hingegen war an diesem Tag deutlich beliebter. Vermutlich weil dort ein Liter Diesel „nur“ 1,86 Euro kostete. An der Tankstelle eines anderen Betreibers nur wenige Meter weiter – waren es fast zehn Cent pro Liter mehr.

Von außen ist das Geschäft unscheinbar

Aber zurück zum Laden. Von außen sah er mehr aus wie ein Lager als eine Shopping-Filiale: Keine Schaufensterpuppen in der Scheibe, keine große Fensterfront, um in den Laden gucken zu können und keine Angebote vor dem Geschäft, die beispielsweise auf Sonderaktionen aufmerksam machten. Der Laden war das genaue Gegenteil von alldem. Die Fenster zum Teil klein und eckig und so weit oben, dass ich wenn überhaupt nur auf Zehenspitzen durchschauen konnte. Kein Vergleich zu Bekleidungsfilialen wie H&M, C&A, Zara und Co.

Im Geschäft war gleich links neben dem Eingang die Kasse mit einer Plexiglasscheibe – wegen Corona. Am Eingang hing das Schild, das auf die Maskenpflicht hinwies, die zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr im Laden galt.

Die bunten Polos wirkten wie eine Farbpalette

Im Geschäft sah ich drei Frauen, ein Kind und einen Mann. Allerdings nur kurz. Außerdem: zwei Verkäuferinnen.

Ich war dort, um mir ein Polo-Shirt zu kaufen. Ich lief also an verschiedenen Kleidungsstücken vorbei, darunter Jacken, T-Shirts und Sportklamotten, und kam schließlich am entsprechenden Regal an. Die Auswahl war vielfältig. Nicht nur, was die Farben betraf: Die Polos gab es in pink, orange, grün, blau, schwarz und noch vielen Farben mehr. Vor der weißen Wand und über dem grauen Boden glichen die bunten Polos regelrecht einer Farbpalette. Sondern auch, was die Größen anging. 3XL? Kein Problem.

Ich war auf der Suche nach einem Polo-Shirt in der Größe L. Farbe? Wusste ich noch nicht. Nichts zu ausgefallenes, sagte ich mir, also fiel die Entscheidung zwischen schwarz-blau und weiß und es wurde schließlich ein schwarz-blaues Polo-Shirt mit kleinem Logo auf der Brust. Kosten: 27,25 Euro. Fairer Preis, dachte ich und war überrascht. Gerechnet hatte ich mit mehr, schließlich wurde das Polo in Deutschland hergestellt, einem vergleichsweise teuren Produktions-Standort. Zumindest dürften die Transportkosten gering gewesen sein. Es musste ja nur einige Meter zurücklegen.

Im Laden gab es ein Spieleparadies und Wein

Auf dem Weg zur Kasse fiel mir noch etwas auf. Hinten im Geschäft gab es neben Kinderbekleidung und Kabinen zum Anprobieren ein Spielparadies für Kinder. Von außen – natürlich – im Affendesign. Das Paradies beeindruckte das Kind im Laden nachhaltig, es wollte unbedingt, dass seine Mutter auch mal in hineinkrabbelt. Sie war dafür aber doch etwas zu groß. Neben der Spielecke war eine kleine Sitzecke eingerichtet, vermutlich für die Eltern. Und damit die Eltern auch etwas zum Trinken hatten, gab es Wasser und Espresso zu kaufen - aber auch Wein, rot und weiß. Skurril. Außerdem waren in dieser Ecke Tafeln aufgehängt, die die Geschichte von Trigema und des Werbetiers, dem Affen, erzählen.

Ich ging in Richtung Ausgang, bezahlte meinen Einkauf, die Verkäuferin wünschte mir noch einen schönen Tag und ich machte mich wieder auf den Weg nach Stuttgart. Ohne den Trigema-Wein probiert zu haben – schließlich bin ich noch in der Führerschein-Probezeit.

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