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Ich habe keine Angst vor einem Crash. Heute.

Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr
Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr

Ich kann heute sagen, dass ich Angst vor einem Crash habe. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass mich eine volatile Phase in vielleicht 20 oder 30 Jahren härter treffen könnte. Dann stehe ich (hoffentlich!) vor dem Ruhestand. Sollte es dann zu einer Korrektur oder einem Crash kommen, so kann das natürlich meine Ausgangslage verschlechtern.

Alleine diese Erkenntnis zeigt, dass Angst vor einem Crash doch etwas Subjektives ist. Je nachdem, in welcher Situation man sich befindet, kann die Idee erschreckend sein. Vielleicht hilft es so manchem Investor, Zugang zu einer eigenständigen Einordnung zu finden.

Ich habe keine Angst vor einem Crash: Heute …

Dass ich heute keine Angst vor einem Crash habe, hängt vor allem mit dieser Erkenntnis zusammen: In den nächsten zwei Jahrzehnten wird vermutlich alles noch einmal anders sein. Volatilität kommt und geht. Zinsen steigen und fallen womöglich. Genauso wie die Inflation, die ich eher als kurzfristigen Effekt einordne. So wie die Finanzkrise, die Dotcom-Blase. Oder eben auch andere Korrekturen, die eher temporär sind.

Anstatt mich jetzt darauf zu konzentrieren, dass ich zwei, drei durchwachsene Jahre erlebe, schaue ich auf zwei Dinge: Günstigere Nachkaufchancen und die Historie, die zeigt, dass die Aktienmärkte langfristig mehr steigen als fallen. Das heißt für mich: Die Chance auf einen soliden Vermögensaufbau und auf eine gute Rendite ist nicht geschmälert, selbst dann, wenn der Weg etwas holprig ist.

Der Weg ist das Ziel. Oder zumindest das, was mich nachts ruhig schlafen lässt. Anders wäre es zugegebenermaßen, wenn ich nicht mehr so viel Weg sehen würde. Dann wäre ich durchaus kritischer und besorgter. Hinge mein baldiger Ruhestand an dem Vermögen, was jetzt volatil ist oder crasht, so hätte ich zumindest so manche Vorsorge getroffen: Mehr defensive Klasse, mehr kalkulierbare Rendite und ein solides Cashpolster, anstatt voll investiert zu sein. Aber auch dann könnte ich nachts wieder ruhiger schlafen. Ich hätte lediglich das Unsicherheitsmomentum herausgenommen.

Ordne dich ein!

Hast du heute Angst vor einem Crash? Schläfst du schlecht? Oder nimmt dich die Marktlage mit? Wenn ja und du so wie ich noch ein oder zwei, vielleicht sogar drei Jahrzehnte Zeit für deinen Vermögensaufbau hast, dann sage einfach: Schwamm drüber, es kommen bessere Zeiten.

Ansonsten gilt, dass ein Crash wirklich eine subjektive Komponente hat. Hätte ich kein Jahrzehnt mehr für meinen Vermögensaufbau und bis zur Rente, so würde ich jetzt auch schwimmen. Aber, wie gesagt: Ich wäre auch dann nicht mehr in der jetzigen Situation, sondern hätte mich ganz anders vorbereitet.

Der Artikel Ich habe keine Angst vor einem Crash. Heute. ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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