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Ich habe in einen ETF auf den FTSE 100 investiert: Darum überlege ich, jetzt zu verkaufen

·Lesedauer: 3 Min.
Euro

Ich habe vor einigen Jahren in einen ETF auf den FTSE 100 investiert. Grundsätzlich, so schien es mir damals, könnte ich mit diesem Passiv- und Indexfonds einen soliden marktbreiten Querschnitt abdecken. Außerdem hat der britische Index den Vorteil gehabt, eine nette Dividende an die Investoren auszuzahlen.

Allerdings überlege ich jetzt, genau diesen ETF auf den FTSE 100 zu verkaufen. Ganz einfach, weil sich mein Ansatz und meine Gedanken zu Passiv- und Indexfonds verändert hat. Sowie auch, weil meine Investitionsthese nur begrenzt aufzugehen scheint.

Der ETF auf den FTSE 100: Darum verkaufe ich vermutlich

Ich habe, wie gesagt, vor einigen Jahren in den ETF auf den FTSE 100 investiert, weil ich insbesondere von den Dividenden profitieren wollte. Damals gab es eine Dividendenrendite in Höhe von 4 %, was deutlich überproportional im Vergleich zum S&P 500 und dem DAX gewesen ist. Und für mich als damals alleinigen Einkommensinvestor überaus attraktiv schien.

Inzwischen bin ich gerade bei meinem passiven Depot allerdings von einer Einkommensstrategie ab. Ganz einfach, weil ich glaube, dass Dividenden, ETFs und insbesondere die Qualität Themen sind, die ich mit einem selektiven Ansatz einfach deutlich besser lösen kann. Du kennst die Aussagen bestimmt: Der breite Markt ist irgendwo immer ein Kompromiss.

Ein Kompromiss, der sich gerade mit Blick auf den FTSE 100 deutlich verschlechtert hat. Insbesondere britische Öl- und Erdgasmultis, die zuvor sehr stark gewichtet vertreten gewesen sind, haben ihre Dividende inzwischen deutlich gekürzt. Das geht wiederum nicht an dem Passivfonds und den Ausschüttungen vorbei. Hinzu kommt außerdem eine vergleichsweise schlechtere Performance seit dem Crash-Tief.

Mit einem ETF auf den FTSE 100 hätte man insbesondere seit dem Corona-Crashtief eine schlechtere Performance eingefahren. Mit Blick auf den Indexstand stellen wir derzeit fest, dass die Marke von 7.000 Punkten gerade zurückerobert werden konnte. Vor dem Crash und auf dem Rekordhoch im Januar lag der Zählerstand noch bei über 7.600 Punkten. Auch damit bin ich eigentlich nicht zufrieden. Deshalb überdenke ich, diese passive Investition insgesamt zu überdenken.

Alternative her!

Wenn ich meinen ETF auf den FTSE 100 verkaufe, muss natürlich eine Alternative her. Grundsätzlich könnte es selektive Aktien geben, in die ich mit einem Dividendenansatz investieren könnte. Aber auch passiv hat sich mein Ansatz inzwischen konzentriert.

Inzwischen glaube ich, dass man es als Foolisher, passiver Investor einfach halten kann. Ein ETF auf den S&P 500 hat historisch gesehen die beste Gesamtrendite gebracht. Mit durchschnittlich 9 % p. a. ist hier die Messlatte ziemlich hoch. Deshalb könnte ich mir auch vorstellen, das Geld ganz einfach hier zu investieren.

Insgesamt bin ich, was Dividenden und Passivfonds angeht, inzwischen sehr, sehr selektiv, und es hat kaum ein ETF meine hohen Ansprüche erfüllt. Auch das hat sich in meinem Ansatz deutlich verändert, weshalb ein Verkauf das wahrscheinliche Szenario ist.

Der Artikel Ich habe in einen ETF auf den FTSE 100 investiert: Darum überlege ich, jetzt zu verkaufen ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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