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Ich habe 13 erfolgreiche Investorinnen gefragt, wie sie anlegen – diese drei Dinge habe ich von ihnen gelernt

Unsere Kolumnistin Margarethe Honisch hat sich in ihrem Netzwerk erfolgreicher Frauen umgehört, wie diese ihr Geld anlegen. - Copyright: Margarethe Honisch
Unsere Kolumnistin Margarethe Honisch hat sich in ihrem Netzwerk erfolgreicher Frauen umgehört, wie diese ihr Geld anlegen. - Copyright: Margarethe Honisch

Geld ist vor allem unter Frauen noch häufig ein Tabuthema. Gleichzeitig sind es aber vor allem Frauen, die häufig von Altersarmut betroffen sind und sich stärker über ihre Finanzen austauschen sollten. Für mein Buch, „So wirst du finanziell frei“, habe ich mit erfolgreichen und finanziell unabhängigen Frauen gesprochen und sie nach ihren wichtigsten Tipps rund ums Geld befragt.

Hier kommen drei Dinge, die ich dabei gelernt habe und die sich nicht nur Frauen zu Herzen nehmen sollten.

1. Lasst euer Geld für euch arbeiten

Die meisten Menschen vertrauen bei ihrem Einkommen auf eine einzige Quelle: die eigene Arbeit. Dabei tausche ich Zeit gegen Geld, indem ich meine Arbeitsleistung anbiete und dafür entsprechend entlohnt werde. Für viele ist dies die einzige und auch die sicherste Einkommensquelle. Dabei ist sie bei weitem nicht so sicher, wie es oft scheint. Corona hat uns gezeigt, wie schnell man in Kurzarbeit landen oder Aufträge in der Selbstständigkeit verlieren kann.

In Gesprächen habe ich festgestellt, dass fast alle der befragten Frauen nicht nur auf ihre Gehälter oder Honorare setzen, sondern sich daneben auch ein breites Portfolio aufgebaut haben, mit dem sie passives Einkommen generieren. So auch Verena Pausder, eine der bekanntesten Gesichter der Gründerszene in Deutschland. Pausder ist Unternehmerin, Expertin für digitale Bildung, Autorin, Podcasterin und Gründerin von Fox & Sheep und den HABA Digitalwerkstätten.

Doch nicht nur als Unternehmerin, sondern auch als Investorin, weiß sie, wie wichtig es ist, sich nicht nur auf eine Einkommensquelle zu verlassen. Pausder rät daher:

Bring dein Geld zum Arbeiten! Das Beste, was dir passieren kann, ist, dass Geld deine zweite Arbeitskraft neben deiner eigenen ist. Somit kannst du doppelt profitieren. Außerdem ermöglicht dir das auch finanzielle Freiheit: Du musst nicht immer zu jedem Zeitpunkt physisch arbeiten, sondern kannst dir dann auch mal eine dreimonatige Pause leisten.

Oder du kannst selbstbestimmt entscheiden, nur 80 Prozent zu arbeiten, um dich um deine Kinder zu kümmern. Das geht aber natürlich nur, wenn du mehrere Einkommensquellen hast. Je früher du verstehst, dass Geld, das nur herumliegt, nutzlos ist, es dir aber gut eingesetzt deine eigene Freiheit kaufen kann, desto besser.

2. Traut euch, auch mal Fehler zu machen

Wenn ich Frauen in meinen Workshops frage, warum sie noch nicht investieren, sagen viele, dass sie Angst davor haben, Fehler zu machen. Klar, schließlich geht es ums Geld und da kann verlieren auch schon mal sehr weh tun. In den Gesprächen mit allen 13 Frauen während meiner Recherchen ist mir aufgefallen, dass keine der Frauen Angst vor Fehlern hatte.

Ganz im Gegenteil: Fehler scheinen dazu gemacht zu sein, zu wachsen und sich weiter zu entwickeln. So sieht es auch die Unternehmerin, Aufsichtsrätin und Vorständin der Edding AG, Fränzi Kühne. Denn wie die meisten Anlegerinnen hat auch sie schon mal eine Fehlinvestition gemacht:

Natürlich habe ich schon mal in Startups investiert, aus denen nichts geworden ist. Aber das war kein Fehler, denn daraus habe ich gelernt und weiß dadurch: In welche Startups will ich investieren? Worauf muss ich achten? Was sind keine guten Investments? Ich sehe es so: Fehler passieren, und aus Fehlern lernt man. Wichtig dabei: Schnell den Reset-Knopf drücken, reflektieren, was man daraus lernt, und dann weitergehen und Neues machen. So gehe ich generell mit Fehlern um.

Statt sich also von der Angst, einen finanziellen Fehler zu machen, lähmen zu lassen und im schlimmsten Fall gar nichts zu tun, geht es darum, Fehler als das zu akzeptieren, was sie wirklich sind: ein Learning, wie man es in Zukunft nicht mehr machen sollte.

3. Baut euch ein Netzwerk auf

Über Geld zu spricht man nicht? Nicht, wenn man erfolgreiche Frauen dazu befragt. In meinen Interviews waren alle Expertinnen unglaublich offen und transparent. Egal, ob es dabei um die finanzielle Erziehung der Kinder ging, die Aufteilung des Geldes innerhalb der Ehe oder die größten Fehltritte – Geld scheint unter diesen Frauen ein alltägliches Thema zu sein.

Denn dabei geht es schließlich nicht darum, mit den neuesten Aktiengewinnen zu prahlen, sondern voneinander zu lernen. Am besten sucht man sich dafür nicht nur eine gute Freundin, sondern gleich ein ganzes Netzwerk!

Auch die Gast-Jurorin bei „die Höhle der Löwen“, Diana zur Löwen setzt dabei auf ein Netzwerk, mit dem sie sich über Finanzen austauschen und gegenseitig beraten kann:

„Ich bin sehr dankbar, dass ich ein gutes Netzwerk habe und mich zu Investitionsthemen austauschen kann. Seien es Investments in Immobilien oder auch Pitch-Decks von Startups, über die ich mit erfahrenen FreundInnen oder Bekannten spreche. Ich tausche mich regelmäßig viel aus, und das ist mir auch sehr wichtig.“

Margarethe Honisch ist Finanzbloggerin und Buchautorin. Auf ihrer Website Fortunalista und ihrem gleichnamigen Instagram-Account gibt sie Tipps rund um Altersvorsorge und Geldanlage. Für Business Insider schreibt sie die Kolumne „Aus Geld mehr machen“.

Die Zitate sind Auszüge aus dem Buch „So wirst du finanziell frei: 13 clevere Geldstrategien erfolgreicher Frauen“ (Piper Verlag, 16 Euro) von Margarethe Honisch. Dafür hat sie mit erfolgreichen und finanziell unabhängigen Frauen gesprochen, die ihre wichtigsten Erfolgsgeheimnisse mit ihr geteilt haben.