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Haalands Kumpel Sörloth: 20 Millionen Euro für - nichts?

Lukas von Hoyer
·Lesedauer: 3 Min.

Vier Tore erzielte Norwegens Shootingstar Erling Haaland für Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende in Berlin. Sein Kumpel und Landsmann Alexander Sörloth ging für RB Leipzig in Frankfurt leer aus - mal wieder.

Von einer "seltenen Verbindung" zu seinem vier Jahre jüngeren Kumpel Haaland hatte Sörloth jüngst bei der norwegischen Nationalmannschaft gesprochen. Der Weg, den beide derzeit einschlagen, ist aber grundverschieden. Haaland avanciert bei Borussia Dortmund derzeit zu einem der begehrtesten Spieler der Welt.

Und Sörloth? Der kommt bei RB Leipzig nicht so recht in Tritt.

Vor einigen Jahren hatte es noch ganz anders in Norwegen ausgehen. Der mittlerweile 24 Jahre alte Sörloth galt als Hoffnungsträger einer Nation, die im Fußball praktisch nur selten über den Status einer grauen Maus hinausgekommen ist.

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Gleich in seinem zweiten Länderspiel traf der gebürtige Trondheimer beim 3:2-Sieg gegen Island, Klubs aus Europas Top-Ligen waren da wohl schon auf den 1,95 Meter großen Mittelstürmer aufmerksam geworden.

Schwierigster Transfer von Krösche

Nach Stationen bei Bodö Glimt und Rosenborg in Norwegen, dem FC Groningen in den Niederlanden und dem FC Midtjylland in Dänemark machte Sörloth Ende 2018 den großen Karrieresprung. Crystal Palace sicherte sich seine Dienste. Neun Millionen Euro überwies der Londoner Klub an Ablöse nach Dänemark.

Doch bei Palace lief es nicht für den jungen Mann, in 20 Partie erzielte er nur ein Tor und verlor schnell seinen Stammplatz. Es folgte eine Leihe zu Trabzonspor - bei der er seinen Torinstinkt wiederfand. 33 Treffer in 49 Spielen waren ein klares Bewerbungsschreiben an Europas Top-Ligen.

RB Leipzig erkannte es und wollte Sörloth nach Sachsen locken. Einfach war das allerdings nicht - im Gegenteil: RB-Sportdirektor Markus Krösche bezeichnet den Deal als schwierigsten seiner Karriere, der jederzeit hätte scheitern können.

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"Das Schwierigste war sicherlich, Trabzonspor zu überzeugen, seinen besten Spieler abzugeben", hatte er bei einem Interview auf der RB-Website verraten. "Da wurden schon viele emotionale Gespräche geführt. Ich glaube nicht, dass ich noch oft Transfers erleben werde, die in einer solchen Konstellation mit drei Vereinen stattfinden werden."

Letztlich machten die Leipziger Ende September 20 Millionen Euro für den Stürmer locker, die sich Crystal Palace und Trabzonspor aufteilten. Für die identische Summe wechselte - richtig - Haaland im Januar von Salzburg nach Dortmund.

Haaland läuft Sörloth den Rang ab

Für Haaland verläuft seine Karriere nicht erst seit dem Wechsel zum BVB steil ansteigend - immerhin begeisterte er auch schon für Salzburg in der Champions League.

Sörloth hat seit seiner Ankunft in Leipzig allerdings noch nicht beweisen können, dass er sich in einer Top-Liga Europas durchsetzen kann. Der 24-Jährige wartet nach acht Pflichtspielen noch auf seinen ersten Treffer.

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Beim 1:1 bei Eintracht Frankfurt am Wochenende stand Sörloth in der Startelf. 20 Ballkontakte, 19 Sprints, 5,2 Kilometer Laufstrecke und zwei Torschüsse waren sein Arbeitsnachweis - zur Pause nahm ihn RB-Coach Julian Nagelsmann raus.

Noch kein Grund zur Sorge, meint Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im kicker: "Neuzugänge brauchen bei uns meistens ein bisschen Zeit zur Akklimatisierung. Wir sind total überzeugt von allen Neuen, und wir können uns gerne zum Saisonende noch mal darüber unterhalten."

Neue Chance gegen Paris Saint-Germain?

Sörloth wird von Nagelsmann sicherlich noch seine Chancen bekommen, die er aber zeitnah nutzen sollte. Immerhin sind 20 Millionen Euro - gerade in der Coronakrise - eine ganze Stange Geld, die Leipzig nicht umsonst investiert haben will.

Am Dienstagabend hat er bei Paris Saint-Germain womöglich die nächste Chance, sein erstes Tor in der Champions League zu erzielen - dann könnte der Knoten vielleicht platzen. (Paris Saint-Germain - RB Leipzig am Dienstag ab 21 Uhr im LIVETICKER)

In Norwegen hat ihm sein Kumpel Haaland ohnehin schon den Rang abgelaufen, was sich vermutlich nicht mehr ändern wird. Aus dem Hoffnungsträger Sörloth ist vorerst Haaland-Kumpel Sörloth geworden.