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H&M macht im Corona-Jahr ein Zehntel des Gewinns vom Vorjahr

·Lesedauer: 2 Min.
Logo von H&M an einer Filiale in Stockholm

Der schwedische Modekonzern H&M hat sein Geschäftsjahr bis Ende November 2020 trotz der wochenlangen coronabedingten Schließungen seiner Filialen mit einem Gewinn abgeschlossen. Er fiel mit 1,24 Milliarden Kronen (120 Millionen Euro) allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahr - die Summe beträgt nur etwa ein Zehntel des Vorjahres. Der Umsatz fiel um ein Fünftel auf 187 Milliarden Kronen, wie H&M am Freitag mitteilte.

Die Lage sei weiterhin schwierig, aber "H&M hält sich gut", erklärte Konzernchefin Helena Helmersson. Weitere Filialschließungen als die bisher geplanten seien nicht vorgesehen. Den Angaben zufolge will H&M in diesem Jahr zwar rund 350 Läden dichtmachen, vor allem "in etablierten Märkten" - aber auch 100 neue aufmachen.

In Frankreich und Italien - beide stark von der Pandemie betroffen - gingen die Umsätze im H&M-Geschäftsjahr um jeweils rund ein Viertel zurück. In Großbritannien sanken die Umsätze um 16 Prozent, in den USA um 17 Prozent. Besser lief es in Deutschland und in China mit einem Rückgang um jeweils nur drei Prozent.

H&M hatte im ersten Lockdown im Frühjahr weltweit vier von fünf Läden schließen müssen, von März bis Mai hatte der Konzern daher Verlust gemacht. Im Quartal von Juni bis August kehrte der Konzern in die Gewinnzone zurück. Im letzten Quartal von September bis Ende November gingen die Umsätze um 15 Prozent zurück, der Nettogewinn sank um 41 Prozent im Vorjahresvergleich auf rund 2,5 Milliarden Kronen.

Derzeit sind wegen der coronabedingten Einschränkungen 1800 von 5000 Filialen des Konzerns weltweit geschlossen. In den zwei Monaten Dezember und Januar ging der Umsatz entsprechend um 23 Prozent zurück, wie H&M am Freitag weiter mitteilte. Zum Konzern gehören auch die Ketten COS, Weekday, Cheap Monday, Monki, & Other Stories oder Arket. Neu ist Afound, ein Online-Laden für Schnäppchen aller Marken des Konzerns und weiterer Marken.

ilo/hcy