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Hüttenbrand kostet vier Kindern das Leben

·Lesedauer: 3 Min.
Brennende Kerzen sind im Schnee in der Nähe des Ortes nach einen Hüttenbrand in Norwegen aufgestellt worden.
Brennende Kerzen sind im Schnee in der Nähe des Ortes nach einen Hüttenbrand in Norwegen aufgestellt worden.

Innerhalb von drei Wochen erlebt Norwegen gleich zwei größere Unglücke: Erst sterben bei einem Erdrutsch voraussichtlich zehn Menschen, dann fünf weitere bei einem Brand in einer Hütte. Beide Male sind Kinder unter den Todesopfern.

Oslo (dpa) - Weniger als drei Wochen nach dem verheerenden Erdrutsch in der Nähe von Oslo muss Norwegen mit einer erneuten Tragödie mit mehreren Todesopfern fertig werden.

Bei einem nächtlichen Brand in einer abgelegenen Hütte im Norden des skandinavischen Landes sind am Wochenende fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Minderjährige im Alter zwischen zehn und 15 Jahren. Im Fall des Erdrutsches von Gjerdrum wurde die Suche nach drei verbliebenen Vermissten am Montag unter erschwerten Voraussetzungen und nach längerer Unterbrechung fortgesetzt - bislang erfolglos.

Der tödliche Hüttenbrand hatte sich in der Nacht zum Samstag in einer kleinen Gemeinde im hohen Norden des Landes ereignet. Ein Mann konnte sich als einziger aus den Flammen retten, ehe er kilometerweit barfuß zu Nachbarn lief, die den Notruf alarmierten. Die Polizei fand später fünf Leichen in der niedergebrannten Hütte. «Mit schwerem Herzen stellen wir nun fest, dass dieser Brand fünf Menschenleben gefordert hat», schrieb sie am Sonntagabend.

Am Montag kam dann eine traurige Gewissheit hinzu: Unter den fünf Toten sind wie befürchtet vier Minderjährige. Neben einer 40-jährigen Frau starben ein zehnjähriges Mädchen, ein Zwölfjähriger sowie zwei weitere Jungen im Alter von 15 Jahren. Die Frau war nach Angaben des Rundfunksenders NRK die Mutter von zweien der Kinder, der überlebende Mann der Vater der anderen beiden.

Es handelte sich um den tödlichsten Brand in Norwegen seit mehr als zwölf Jahren. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Die Polizei geht von einem Unglück aus. Der tragische Vorfall steht in krassem Kontrast zu der friedlichen und bildschönen Gegend, in der er passierte: Die Hütte stand in der Gemeinde Andøy auf der Inselgruppe Vesterålen, die unmittelbar neben den Lofoten liegt. Von den Lofoten stammten auch die fünf Todesopfer und der Mann, der sich retten konnte.

Knapp 1000 Kilometer weiter südlich unternahmen die Einsatzkräfte nach dem Erdrutsch in der Gemeinde Gjerdrum einen neuen Anlauf, die Überreste von drei weiterhin vermissten Menschen zu finden. Nach fast zweiwöchiger Unterbrechung wurde die Suche am Montagvormittag wieder aufgenommen, um das teils instabile Gebiet zielgerichtet nach den dreien abzusuchen. Dabei handelt sich um zwei Frauen im Alter von 49 und 50 Jahren sowie ein 13-jähriges Mädchen. Dichter Nebel stellte die Suchmannschaften in der verschneiten Gegend jedoch vor Probleme.

Zu dem Hunderte Meter langen und breiten Erdrutsch war es am 30. Dezember in der kleinen Gemeinde nordöstlich von Oslo gekommen. Die Erdmassen hatten mehrere Häuser zerstört, mindestens zehn Menschen waren verletzt worden. Zehn weitere Menschen galten daraufhin als vermisst. An den ersten drei Tagen des neuen Jahres hatten die Rettungskräfte sieben davon tot gefunden, darunter ein zweijähriges Mädchen mit seinem Vater und seiner schwangeren Mutter sowie vier weitere Tote im Alter von 29 bis 69 Jahren. Die Hoffnung, die verbliebenen drei Vermissten lebend zu finden, war sechs Tage nach dem Abgang schließlich aufgegeben worden.