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Höhere Zinsen für Lebensversicherungen? So stark könnte die Verzinsung der privaten Rentenversicherung im nächsten Jahr steigen

Die Zinsen für Lebensversicherungen könnten nächstes Jahr steigen.  - Copyright: Halfpoint Images / Gettyimages.com
Die Zinsen für Lebensversicherungen könnten nächstes Jahr steigen. - Copyright: Halfpoint Images / Gettyimages.com

Altersvorsorgesparer können sich auf höhere Zinsen für Lebensversicherungen freuen, da der Trend wieder nach oben zeigt. Einige Versicherer, darunter die Allianz Leben, haben die laufende Verzinsung für das kommende Jahr bereits angehoben. Lars Heermann von der Ratingagentur Assekurata prognostiziert für diese klassische Form der privaten Rentenversicherung eine Erhöhung der laufenden Verzinsung, die aus Garantiezins und Überschussbeteiligung besteht, auf etwa 2,45 Prozent im Durchschnitt, gegenüber 2,2 Prozent in diesem Jahr. Bei Produkten mit reduzierter Garantie könnte die Verzinsung sogar auf 2,5 Prozent steigen.

Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen sieht jedoch noch Spielraum für Verbesserungen. Er weist darauf hin, dass der Zinsanstieg durch den Kapitalpuffer, die sogenannte Zinszusatzreserve, gebremst wird, die Lebensversicherer in Zeiten niedriger Zinsen aufgebaut haben, um hohe Garantien für Altverträge abzusichern. Eine schnellere Auflösung dieser Reserve könnte Kunden bei der Überschussbeteiligung zugutekommen.

Höchstrechnungszins bald bei ein Prozent?

Der Anstieg der laufenden Verzinsung ist ein langsamer Prozess, da Versicherer ihre langfristigen Anlagen nicht sofort umschichten können. Viele der Anlagen bestehen aus niedrig verzinsten, langfristigen Anleihen, deren Marktwert durch die gestiegenen Zinsen gesunken ist, was zu stillen Lasten in den Bilanzen führt.

Die laufende Verzinsung setzt sich aus der Überschussbeteiligung und dem vom Bundesfinanzministerium festgelegten Höchstrechnungszins, auch Garantiezins genannt, zusammen. Die Deutsche Aktuarvereinigung empfiehlt, den Höchstrechnungszins von derzeit 0,25 Prozent ab 2025 auf ein Prozent zu erhöhen, was nur für neue Verträge gelten würde. Altpolicen, die teilweise noch vier Prozent Garantiezins bieten, bleiben unverändert.

Aktuare, die als Versicherungsmathematiker arbeiten, bewerten mit statistischen Methoden finanzielle Unsicherheiten bei Versicherungen.

Mit Material der dpa / tlf