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Höchste Corona-Warnstufe in Offenbach - Bundeswehr zu Hilfe gerufen

·Lesedauer: 2 Min.

WIESBADEN/OFFENBACH (dpa-AFX) - Mit der steigenden Zahl an Corona-Infektionen ist in Offenbach die höchste hessische Warnstufe überschritten worden. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, wurden innerhalb von sieben Tagen 80,4 nachgewiesene Infektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet (Stand: 0.00 Uhr). Die Stadt Offenbach gab den Inzidenz-Wert mit 80,6 an (Stand: 14.00 Uhr) und rief am Sonntag einen Krisenstab zusammen.

Offenbach forderte angesichts der jüngsten Entwicklung medizinisches Personal der Bundeswehr an. Die Soldaten sollen unter anderem das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontakten und der Durchführung von Tests unterstützen. "Aktiv infiziert sind derzeit 142 Menschen - ein neuer Höchstwert. Die Zahl der aktiven Fälle hat sich damit in den vergangenen zehn Tagen mehr als verdoppelt", hieß es in einer Mitteilung.

Von einer erneuten Ausweitung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens sah die Stadt nach der Sitzung des Krisenstabs hingegen ab. "Inhaltlich haben wir bereits letzten Dienstag alle die Maßnahmen ergriffen, die seit Freitag auch als bundesweite Linie empfohlen werden", begründete Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) die Entscheidung.

Auch in anderen Städten und Landkreisen stiegen die Fälle nachgewiesener Infektionen. In Frankfurt lag die Inzidenz zuletzt bei 63,6, im Landkreis Groß-Gerau bei 51,1 und im Landkreis Offenbach bei 41,9. Landesweit wurden im Vergleich zum Vortag 325 neue Fälle und ein weiterer Todesfall gemeldet.

Damit starben seit dem Beginn der Pandemie in Hessen 560 Menschen an den Folgen des Virus. Die verschiedenen Angaben zur Inzidenz in Offenbach resultiert nach Angaben einer Ministeriumssprecherin aus der unterschiedlichen Datengrundlage hinsichtlich der Einwohnerzahl.

Obwohl das gestaffelte Eskalationskonzept der Landesregierung vorsieht, dass ab einer Inzidenz von 75 der Planungsstab Covid-19 des Sozialministeriums die Steuerung der medizinischen Lage übernimmt, griff das Ministerium in Offenbach zunächst nicht ein. "Wir beobachten die Situation sehr genau. Die Stadt Offenbach hat aus unserer Sicht alle notwendigen Maßnahmen ergriffen", sagte ein Sprecher.

Bislang hat die Stadt unter anderem eine Sperrstunde um 23.00 Uhr für Restaurants und Bars angeordnet. In der Öffentlichkeit dürfen höchstens fünf Menschen beisammenstehen, in sämtlichen städtischen Gebäuden gibt es eine Maskenpflicht.

In der Nacht zum Sonntag wurden sechs Bars geschlossen, weil sie die Sperrzeit nicht einhielten. Außerdem wurde von der Polizei eine Hochzeit aufgelöst werden, weil mehr als 25 Menschen an der Feier teilnahmen.

Unterdessen warnte der Mieterbund in Hessen wegen coronabedingter Zahlungsschwierigkeiten vor zunehmenden Kündigungen. "Wir haben festgestellt, dass es vermehrt Probleme gibt", sagte Verbandsdirektorin Eva-Maria Winckelmann. Die Zahl der Mietkündigungen sei gestiegen. "Nach den Sommerferien hat sich die Lage deutlich verschärft", erklärte sie.

Wegen Corona seien viele Menschen in Kurzarbeit oder hätten ihre Jobs verloren, sagte Winckelmann. "Sie haben jetzt Schwierigkeiten, ihre Mieten zu bezahlen und Angst, ihre Wohnungen zu verlieren." Hinzu komme: "Die Reserven der Leute sind aufgebraucht."