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"Hätte gewinnen können" - Rossi trauert Spitzenergebnis in Barcelona hinterher

Sebastian Fränzschky
·Lesedauer: 4 Min.

Valentino Rossi erlebte in Barcelona das bisher stärkste Renn-Wochenende der laufenden MotoGP-Saison. Nach starken Trainingsergebnissen fuhr der Italiener im Qualifying in die erste Startreihe und mischte im Rennen zusammen mit den Petronas-Yamaha-Piloten Fabio Quartararo und Franco Morbidelli in der Spitzengruppe mit. Bis zur 16. Runde. In Kurve 2 stürzte Rossi über das Vorderrad. Die Hoffnungen auf ein Podium oder sogar einen Sieg waren geplatzt.

"Es ist richtig schade, denn es war ein großartiges Wochenende. Ich war von Freitag an schnell. Im Laufe des Wochenendes konnten wir das Motorrad verbessern. Ich war stark", blickt er auf das Wochenende zurück. "Sicher hätte ich es aufs Podium schaffen können, was unser Ziel war. Ich weiß nicht, was in den letzten Runden los war. Alle und besonders Quartararo wurden deutlich langsamer."

Die Reifenwahl war in Barcelona kritisch. Auf Grund der niedrigen Temperaturen ging der Großteil vorne und hinten mit der weichen Mischung ins Rennen. Auch Rossi wählte vorne und hinten den weichen Reifen. "Zu Beginn fuhren wir sehr sanft. Wir waren schnell, doch ich versuchte, sehr sanft mit dem Vorder- und Hinterreifen umzugehen. Ich wusste, dass wir gegen Rennende leiden werden", bemerkt Rossi.

Rossi wollte Quartararo nicht entkommen lassen

"Doch unser Tempo war gut. Ich pushte nicht zu stark. Nachdem Franco in Kurve 2 einen Fehler gemacht hatte, pushte ich, um nicht zu viel auf Fabio zu verlieren. Ich wollte an ihm dran bleiben", erklärt Rossi, der auf Position zwei fuhr, als ihm das Vorderrad einklappte. "Laut den Datenaufzeichnungen war es sehr ähnlich zur Runde zuvor. Aber bei diesen Temperaturen hätte ich stärker auf die linke Reifenflanke aufpassen müssen."

Der spätere Sieger Fabio Quartararo lag knapp vor Valentino Rossi

Der spätere Sieger Fabio Quartararo lag knapp vor Valentino Rossi<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Der spätere Sieger Fabio Quartararo lag knapp vor Valentino RossiMotorsport Images

Motorsport Images

"Ich pushte, weil ich nah an Fabio dran sein wollte. Die Temperaturen waren heute sehr niedrig. Kurve 2 ist immer gefährlich, weil man am Vorderrad wenig Temperatur hat. Vielleicht pushte ich am Kurveneingang zu stark und verlor dabei die Front. Es war wirklich schade, denn wir hätten nach solch einem Wochenende ein Podium gebraucht", trauert Rossi einem Top-3-Ergebnis hinterher.

Erster Sieg seit 2017 war durchaus möglich

Wäre in Barcelona auch ein Sieg möglich gewesen? "Fabio, Franco und ich waren im ersten Teil des Rennens die schnellsten Fahrer. Wir lagen eng beieinander. Vielleicht war Fabio ein bisschen schneller. Doch zu diesem Zeitpunkt baute der Reifen stark ab. Auch Quartararo verlor in den letzten Runden sehr viel. Wir werden es nicht erfahren, weil ich gestürzt bin", kommentiert Rossi.

Valentino Rossi kehrte mit einem Roller an die Yamaha-Box zurück

Valentino Rossi kehrte mit einem Roller an die Yamaha-Box zurück<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Valentino Rossi kehrte mit einem Roller an die Yamaha-Box zurückMotorsport Images

Motorsport Images

"Ich hätte gewinnen können, wenn ich in den letzten Runden nicht so stark eingebrochen wäre wie er", ist Rossi überzeugt. Denn in der letzten Runde kam Quartararo nicht über eine 1:43.271er-Runde hinaus. Zu Beginn des Rennens wurden 1:40er-Runden gefahren. Auch Rossi konnte mühelos 1:40er-Runden fahren. In Runde acht umrundete Rossi den Kurs in 1:40.275 Minuten. Das war hinter Sieger Quartararo die zweitschnellste Rundenzeit des Rennens. Das Potenzial war vorhanden.

Doch Rossi wollte zu viel. "Ich pushte auch, weil ich wusste, dass die Motorräder, die gegen Rennende stärker sind - die Suzuki und die Ducati -, nicht so weit zurückliegen. Ich wollte wenigstens aufs Podium fahren", so der Yamaha-Werkspilot.

Laut Morbidelli war Rossi der schnellste Fahrer im Rennen

Landsmann und Yamaha-Markenkollege Franco Morbidelli ist überzeugt, dass Rossi am Renntag der schnellste Fahrer war. "Es tut mir leid für ihn. Das hat er nicht verdient. Er zeigte ein unglaublich starkes Wochenende und war in allen Trainings sehr schnell. Ich denke, dass er heute der Schnellste war, doch er machte einen Fehler", kommentiert der Petronas-Pilot. "Vielleicht war er in dieser Linkskurve etwas übereifrig. Es war eindeutig sein Fehler."

In der Meisterschaft rutschte Rossi von der neunten auf die elfte Position ab. Die zwei Nuller in Misano und Barcelona dürften in Sachen WM-Titel die letzten Hoffnungen zerstört haben, denn der Rückstand beträgt bereits 50 Punkte. Es sind noch sechs Rennen zu fahren.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.