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Die Hälfte der Europäer könnte sich in den kommenden acht Wochen mit Omikron infiziert haben — sagt die WHO

·Lesedauer: 2 Min.
Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa.
Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa.

Mehr als die Hälfte aller Europäerinnen und Europäer könnte sich in den nächsten zwei Monaten bereits mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert haben, heißt es von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die WHO beruft sich mit dieser Aussage auf eine Hochrechnung.

Omikron stelle eine Flutwelle dar, die von West nach Ost über die europäische Region hinwegfege – und zu dem Anstieg der Delta-Fallzahlen hinzukomme, den die Staaten bis Ende 2021 erlebt hätten, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag, den 11. Januar, auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

Omikron werde schnell zur dominanten Variante in Westeuropa und verbreite sich nun auch auf dem Balkan, sagte Kluge weiter. Angesichts des aktuellen Ausbreitungstempos prognostiziere das Forschungsinstitut IHME anhand von Modellrechnungen, dass sich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung in der Region in den nächsten sechs bis acht Wochen mit Omikron infiziert haben könnten.

Wörtlich heißt es in einem Bericht des Instituts vom 8. Januar: „Unsere Modelle für die Europäische Region legen nahe, dass Mitte Januar mit mehr als zwölf Millionen Infektionen pro Tag ein Höchststand erreicht wird – wobei die nationalen Höchststände erheblich variieren werden, mit späteren Höchstständen in Zentralasien.“ Und weiter: „Wir rechnen damit, dass sich in den nächsten sechs bis acht Wochen mehr als 50 Prozent der EURO-Bevölkerung mit Omikron infizieren werden.“

Allein in der ersten Woche 2022 seien in der europäischen Region mehr als sieben Millionen neue Corona-Fälle nachgewiesen worden, was mehr als eine Verdopplung innerhalb eines Zwei-Wochen-Zeitraums bedeute, sagte Kluge. Die Sterberate bleibe stabil und weiterhin am höchsten in Ländern mit hohen Inzidenzen und niedrigen Impfzahlen. Omikron sei in 50 von 53 Ländern in Europa und Zentralasien gemeldet worden. Die WHO-Region Europa reicht weit über die EU hinaus und umfasst 53 Länder. Die Organisation rechnet auch östliche Staaten wie Russland, die Ukraine und Länder in Zentralasien dazu.

Kluge nutzte seine erste Online-Pressekonferenz des Jahres für drei Botschaften: Zum einen rief er Länder ohne bisherige Omikron-Zunahme dazu auf, das verbleibende Zeitfenster zu nutzen und Vorkehrungen zu treffen. Denn Omikron breite sich schneller aus als jede andere zuvor gesehene Variante des Coronavirus Sars-CoV-2. Wo die Omikron-Ausbreitung begonnen habe, müsse die Priorität darauf liegen, Auswirkungen auf Anfällige zu vermeiden und Störungen der Gesundheitssysteme zu minimieren. Drittens ging es Kluge um das Offenhalten der Schulen. Dies sei äußerst wichtig für die Kinder, weshalb Schulen der letzte Ort sein sollten, der geschlossen werde – und der erste, der wieder geöffnet werde.

dpa/ jb

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