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Gut zwei Drittel der Berliner finden Mietendeckel gut

Die Berliner sehen den Plan ihrer Landesregierung, einen Mietendeckel einzuführen positiv. Doch nur 29 Prozent rechnen dadurch auch mit sinkenden Mieten.

Die Mehrheit der befragten Berliner sind gegen die Enteignung von privaten Wohnungsbaugesellschaften. Foto: dpa

Der von der rot-rot-grünen Landesregierung geplante Mietendeckel in der Hauptstadt kommt bei der großen Mehrheit der Berliner gut an. Nach einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag von RBB und „Berliner Morgenpost“ begrüßen mehr als 70 Prozent der Befragten das Vorhaben, die Mieten fünf Jahre lang einzufrieren und Miet-Obergrenzen einzuführen.

Gleichzeitig rechnen 61 Prozent der Befragten damit, dass mit Einführung des Mietendeckels weniger in die Instandhaltung von Wohnungen investiert wird. Lediglich 29 Prozent gehen davon aus, dass durch das Gesetz die Mieten langfristig sinken.

Der Vorstoß, große private Wohnungsbaugesellschaften zu enteignen, stieß beim Großteil der Befragten auf Kritik. 61 Prozent sind demnach gegen diese Forderung einer Bürgerinitiative. Einzig unter den Anhängern der Linkspartei war eine Mehrheit (54 Prozent) für Enteignungen.

Für die Untersuchung „Berlin Trend“ wurden von infratest dimap gut 1000 Personen vom 11. bis 16. November befragt.