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Der „gut gemeinte“ Rat, der dich garantiert in die Altersarmut schickt

Älteres Paar beim Strandurlaub reich
Älteres Paar beim Strandurlaub reich

Es gibt so manchen Rat, der dir helfen kann und nicht nur gut gemeint ist, sondern auch einen Nutzen bringt. Gerade beim Themenkomplex Ruhestand, Altersvorsorge und der finanziellen Vorsorge existieren solche in Hülle und Fülle. Entscheidend ist, langfristig orientiert, mit der Inflation im Hinterkopf, Rendite und einem konservativen Ansatz zu planen.

Allerdings gibt es auch so manchen Rat, der wirklich schlecht ist. Er mag einen gut gemeinten Kern besitzen. Im Folgenden wollen wir jedoch einen Blick auf den garantierten Pfad in die Altersarmut riskieren. Er heißt im Endeffekt: Spare nicht.

Der gut gemeinte Rat in die Altersarmut: Stirb mit 0 Euro

Vielleicht kennst du diese Schlagzeilen: Es kursiert jedenfalls im Moment der womöglich sogar gut gemeinte Rat, dass man im Endeffekt ohne Geld sterben soll. Die Intention ist, dass es sinnlos sei, die finanzielle Freiheit oder Ähnliches anzustreben. Besonders viel zu arbeiten und zu sparen sei insofern nicht zielführend, weil man seine Freizeit aufgibt, um sie später zu erlangen. Dadurch verliere man das Gefühl für das Hier und Jetzt. Konsumverzicht sei nach dem Tod hingegen Zeitverschwendung. Man hat schließlich im Endeffekt mehr gearbeitet, als nötig gewesen wäre.

Was in der Theorie sehr praktisch klingt und ein gut gemeinter Rat sein mag, ist jedoch sehr fahrlässig und gefährlich. Heute zu konsumieren funktioniert nur so lange, solange es genügend Geld dafür gibt. Im Alter und mit einer absolut mickrigen Rente dürften wir ziemlich schnell an unsere Grenzen stoßen. Deshalb ist es fahrlässig, dieses Problem zumindest in Deutschland zu ignorieren. Im Hier und Jetzt zu leben mag zwar das Risiko einer Verschwendung reduzieren. Oder das Risiko, zu viel gearbeitet zu haben. Aber es sichert einen eben nicht für das Alter ab.

Tatsächlich ist der gut gemeinte Rat für die Altersvorsorge das, was ich für besonders fahrlässig erachte. Es ist der Pfad in die vermeintliche Sorglosigkeit und eine Konsumorientierung. Was daraus folgt, ist entweder die Altersarmut oder aber, dass man bis in das hohe Alter arbeiten muss.

Was ist dein Plan?

Der Rat, egal wie gut er gemeint sein mag (ich denke, er ist sehr plakativ und eher oberflächlich) funktioniert lediglich begrenzt. Für den Autoren, der übrigens ein Buch geschrieben hat, womöglich besser. Er errichtet sich damit eine passive Quelle für Einkommen und muss irgendwann nicht mehr arbeiten, wenn er das Momentum aufrechterhält.

Aber der springende Punkt ist: Für Otto Normalverbraucher und jene, die auf die Rente angewiesen sind, ist es wirklich gefährlich, einfach in sein Verderben zu rennen. Derzeitige Wasserstandsmeldungen zeigen, dass eigene Vorsorge definitiv angebracht ist.

Der Artikel Der „gut gemeinte“ Rat, der dich garantiert in die Altersarmut schickt ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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