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Griechische Großbanken beteiligen sich an Anleihenrückkauf

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Athen (dapd). Die drei größten griechischen Banken haben sich am Freitag bereit erklärt, an einem Programm zum Rückkauf von Staatsanleihen teilzunehmen, das die Schuldenlast des Landes verringern und die internationale Finanzhilfe für Griechenland absichern soll.

Die National Bank of Greece, die Eurobank und die Alpha Bank (Berlin: ACB.BE - Nachrichten) verkündeten den Schritt wenige Stunden vor Ablauf einer Frist, bis zu der private Inhaber von griechischen Staatsanleihen ihre Teilnahme an dem Programm bekannt geben konnten. Wie groß der Zuspruch der Anleger zu dem Programm insgesamt war, blieb zunächst unklar. Das Finanzministerium teilte nach dem Ende der Frist mit, dass am Wochenende mit einer Erklärung darüber gerechnet werden könne.

Griechenland hatte angekündigt, rund zehn Milliarden Euro ausgeben zu wollen und dafür Anleihen zu 30 bis 40 Prozent des Nennwerts zurückkaufen. Damit will die Regierung nicht nur ihre Schulden reduzieren. Das Programm ist auch Voraussetzung dafür, dass Griechenland am kommenden Donnerstag 34 Milliarden Euro an neuen Hilfszahlungen durch die internationalen Geldgeber erhalten kann.

Um die Verbindlichkeiten bis dahin zu bezahlen, plant die griechische Schuldenbehörde am kommenden Dienstag eine Versteigerung von kurzfristigen Anleihen, mit der sie 3,5 Milliarden Euro an frischem Kapital aufnehmen will.

Das Anleihenrückkaufprogramm ist Teil eines Plans, mit dem die Schuldenlast des Landes innerhalb von zehn Jahren auf 110 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) reduziert werden soll. Für das kommende Jahr wird der Schuldenberg Griechenlands auf 190 Prozent des BIP geschätzt.

Griechenland steuert auf sein sechstes Jahr in der Rezession zu. Am Freitag erklärte die griechische Statistikbehörde, dass die Wirtschaft des Landes im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent und damit weniger als die im November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) prognostizierten 7,2 Prozent geschrumpft sei.

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