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Griechenland verschafft sich mit Verkauf kurzfristiger Anleihen Luft

Athen (dapd). Griechenland hat am Dienstag mit dem Verkauf kurzfristiger Staatsanleihen im Wert von 4,06 Milliarden Euro einen ersten Schritt zur Abwendung der am Freitag drohenden Zahlungsunfähigkeit unternommen. Ende der Woche werden fünf Milliarden Euro Schuldenrückzahlungen fällig, die mittels einer weiteren Anleihenversteigerung bis Donnerstag komplett gegenfinanziert werden sollen.

Da die Verhandlungen über die gesperrte Tranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro der internationalen Notkredite frühestens kommende Woche abgeschlossen werden, musste Athen auf den Verkauf neuer Kurzfristanleihen zurückgreifen.

Langfristige Staatsanleihen kann Griechenland schon lange nicht mehr am Markt platzieren, da die Zinsen hierfür viel zu hoch wären. Am Dienstag wurden 2,76 Milliarden Euro mit vierwöchigen Anleihen zu 3,95 Prozent eingenommen und 1,3 Milliarden Euro bei einer Laufzeit von 13 Wochen zu 4,2 Prozent. Dieser Zinssatz liegt nur unerheblich unter den 4,24 Prozent, die Athen im Oktober für diese Papiere anbieten musste.

dapd