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Griechenland plant milliardenschweres Rückkaufprogramm

Athen (dapd). Zum Abbau seines immensen Schuldenbergs will Griechenland für einen geplanten Anleihenrückkauf bis zu zehn Milliarden Euro ausgeben. Private Anleger wie Banken und Rentenfonds haben bis Freitag Zeit, ihre Interessen an dem Rückkaufprogramm zu äußern. Die Transaktionen sollten bis zum 17. Dezember abgeschlossen sein, teilte die zuständige Finanzagentur am Montag mit.

Hinter dem Rückkaufprogramm steht die Hoffnung, dass Griechenland damit seine Schulden um 20 Milliarden Euro drücken kann. Es ist eine Bedingung für die Freigabe weiterer Hilfskredite. Die jüngsten Maßnahmen seien "positive Entwicklungen", die rechtzeitig umgesetzt "glaubwürdige Erwartungen in eine Erholung der griechischen Wirtschaft wecken würden", teilte die griechische Zentralbank in ihrem Zwischenbericht mit.

Den Optimismus verband die Notenbank jedoch zugleich mit einer Warnung. Das Ergebnis hänge von einer konsequenten Umsetzung aller Maßnahmen ab, darunter von einem breiter gefassten Programm von Strukturreformen. "Jegliche Verzögerungen werden den Aufschwung zurückwerfen. Die Konsequenzen werden dann weitaus schwerwiegender als alles sein, was bislang passiert ist." Im laufenden Jahr werde die griechische Wirtschaft um mehr als sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukt schrumpfen, für 2013 werde ein Rückgang zwischen vier und 4,5 Prozent befürchtet, prognostizierte die Zentralbank.

Für den Rückkauf kommen 20 Serien von Anleihen infrage. Griechenland hat eine Preisspanne von mindestens 30,2 bis 38,1 Prozent und von höchstens 32,2 bis 40,1 Prozent des Nennwertes der Staatsanleihen festgelegt.

Griechische Regierungsvertreter wollten die Finanzminister der Eurogruppe am Montag bei einem erneuten Gipfel über den geplanten Anleihenrückkauf informieren.

Die Finanzminister werden sich auch mit der Krise in Spanien befassen, insbesondere mit der Restrukturierung des Finanzsektors. Ein überzeugender Plan ist Voraussetzung dafür, dass die spanischen Banken bald die dringend benötigte Milliardenhilfe aus dem Rettungsschirm EFSF erhalten.

(Elena Becatoros ist Korrespondentin der Nachrichtenagentur AP.)

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