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Griechen streiken drei Tage gegen Sparpaket

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Athen (dapd). Mit einem dreitägigen Streik reagiert die griechische Bevölkerung auf das geplante Sparpaket ihrer Regierung. Ärzte, Taxifahrer und Journalisten legten am Montag die Arbeit nieder. Für Dienstag und Mittwoch wurde überdies zu einem Generalstreik an Schulen und Behörden aufgerufen. Später am Tag wollte das Kabinett seinen Gesetzentwurf ins Athener Parlament einbringen.

Die Ärzte wollen bis Mittwoch streiken. Öffentliche Krankenhäuser sollen lediglich mit einer Notfallbesetzung arbeiten. Unklar war zunächst, ob am Dienstag Zeitungen erscheinen würden, nachdem auch Journalisten am Montag nicht zur Arbeit gegangen waren.

Von dem Generalstreik am Dienstag sollte auch der Verkehr betroffen sein. Züge und Fähren im ganzen Land sollten außer Betrieb bleiben, im Flugverkehr wurde mit einer dreistündigen Unterbrechung gerechnet.

Der jüngste Vorschlag der Regierung sieht Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Umfang von 13,5 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren vor. Das Sparpaket ist Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Tranche der internationalen Notkredite. Wenn das Vorhaben scheitert, ist Griechenland nach Angaben von Ministerpräsident Antonis Samaras ab dem 16. November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) zahlungsunfähig. Am kommenden Sonntag soll das Parlament zudem über den Haushalt für 2013 abstimmen.

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