Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.448,04
    -279,66 (-1,78%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.083,37
    -74,77 (-1,80%)
     
  • Dow Jones 30

    33.290,08
    -533,32 (-1,58%)
     
  • Gold

    1.763,90
    -5,10 (-0,29%)
     
  • EUR/USD

    1,1868
    -0,0042 (-0,36%)
     
  • BTC-EUR

    30.029,21
    -552,09 (-1,81%)
     
  • CMC Crypto 200

    888,52
    -51,42 (-5,47%)
     
  • Öl (Brent)

    71,50
    -0,14 (-0,20%)
     
  • MDAX

    34.022,52
    -200,18 (-0,58%)
     
  • TecDAX

    3.489,37
    -18,59 (-0,53%)
     
  • SDAX

    16.004,92
    -165,38 (-1,02%)
     
  • Nikkei 225

    28.964,08
    -54,22 (-0,19%)
     
  • FTSE 100

    7.017,47
    -135,96 (-1,90%)
     
  • CAC 40

    6.569,16
    -97,10 (-1,46%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.030,38
    -131,02 (-0,93%)
     

Green-Bashing: Nord Stream 2 plötzlich Wahlkampfthema?

·Lesedauer: 2 Min.

Beim Thema Nord Stream 2 hat es zuletzt deutliche Zeichen der Entspannung gegeben. Insbesondere dass die USA auf Sanktionen verzichten, ist ein klarer Indikator dafür, dass das Projekt fertiggestellt werden kann. Der Betrieb des EU-Projekts ist schließlich metaphorisch gesprochen die größte Baustelle gewesen, die es noch aus dem Weg zu räumen galt.

Allerdings könnte sich eine kleinere Baustelle möglicherweise erneut abzeichnen. Vielleicht ist Nord Stream 2 zukünftig auch ein Wahlkampfthema. Es zeichnet sich womöglich ein Green-Bashing gegen das EU-Projekt ab, bei dem sich zuletzt viele Wogen zu glätten schienen.

Nord Stream 2: Green-Bashing im Blick

Wie wir mit Blick auf aktuelle Meldungen der Presseagentur AFP erkennen können, scheinen die Grünen in ihrem Wahlkampf unter anderem auch Nord Steam 2 ins Visier zu nehmen. Genauer gesagt ist es die in letzter Zeit nicht ganz ohne Kritik gewesene Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die sich jetzt zu der Pipeline geäußert hat.

Ihrer Ansicht nach handelt es sich bei Nord Stream 2 um eine zentrale geopolitische Frage. Wenn es nach der Kanzlerkandidatin geht, sollte es eine Abkehr von dem Projekt geben. Sowie eine insgesamt härtere Gangart in Richtung Belarus.

Noch konkreter geht es dabei um die Hilfen von Russland in Bezug auf den umstrittenen belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko. Europa könne derzeit jedoch nicht mit einer Stimme sprechen, weil die Deutschen ausscheren würden. Eine Behauptung, die mit Sicherheit ebenfalls diskutabel ist.

Damit könnte Nord Stream 2 jedenfalls erneut ein Diskussionsfeld werden. Oder eben ein Thema im Wahlkampf. Auch wenn sich in letzter Zeit eigentlich eine gute, einheitliche Linie abgezeichnet hat: Und zwar für das Projekt und die Verträge, die bereits vor längerer Zeit geschlossen worden sind.

Wie weit soll das Thema noch gehen …?

Nord Stream 2 könnte sich auch im Wahlkampf zum Politikum entwickeln. Allerdings ist die EU-Pipeline, die nach Ansicht unserer jetzigen Bundesregierung vorwiegend einen wirtschaftlichen und keinen politischen Kontext besitzt, sowieso in politische Debatten eingepflegt worden. Die Grünen wollen augenscheinlich dieses Fass erneut aufmachen. Oder sogar erweitern.

Dass jetzt sogar die Unterstützung Lukaschenkos von russischer Seite an Nord Stream 2 hängen soll, könnte den Bogen jedoch auch für außenstehende Beobachter der aktuellen Ausgangslage überspannen. Ein Kausalzusammenhäng dürfte jedenfalls nur mittelbar zu finden sein.

Trotzdem: Green-Bashing scheint auch dieses EU-Projekt zu treffen. Oder zumindest kurzfristig getroffen zu haben. Foolishe Investoren sollten sich in Anbetracht der Wahlkampf-Rhetorik nicht allzu sehr sorgen. Aber es könnte dennoch angebracht sein, auch diese Zeichen im Auge zu behalten. Je nachdem, wie die Bundestagswahl in diesem Jahr ausgeht, könnte es doch noch metaphorische Baustellen geben.

Der Artikel Green-Bashing: Nord Stream 2 plötzlich Wahlkampfthema? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

Motley Fool Deutschland 2021

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.