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Grüne sehen Aufsichtsversagen im Fall Greensill

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen im Bundestag sehen im Fall der in Turbulenzen geratenen Bremer Greensill Bank ein Aufsichtsversagen. "Gerade ist die Finanzaufsicht nach dem Wirecard-Skandal <DE0007472060> dabei, die Scherben zusammenzukehren, da kommt der nächste Skandal - und wieder macht die Bafin keine gute Figur", sagte die Finanzpolitikerin Lisa Paus (Grüne) am Freitag in Berlin. "Damit reiht sich der Fall der Greensill Bank nahtlos in lange Liste der Aufsichtsversagen der letzten Jahre ein." Die Bafin habe die Bank gewähren lassen, obwohl es bereits ernsthafte Hinweise auf mögliche Ungereimtheiten gegeben habe. Die Grünen hätten den Fall auf die Tagesordnung des Finanzausschusses gesetzt.

Die Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Greensill Bank AG. Zuvor hatte die Bafin Strafanzeige gestellt und die Tochter des britisch-australischen Finanzkonglomerats Greensill wegen drohender Überschuldung für den Kundenverkehr geschlossen. Bei einer Sonderprüfung sei festgestellt worden, dass das Bremer Institut nicht in der Lage sei, "den Nachweis über die Existenz von bilanzierten Forderungen zu erbringen, die sie von der GFG Alliance Group angekauft hat". Dem Vernehmen nach geht es um den Vorwurf der Bilanzfälschung.

Bereits im vergangenen Sommer hatte es dem Vernehmen nach erste Hinweise gegeben, dass die Bankenaufseher bei der Bremer Bank genauer hinschauen sollten. Vor einigen Wochen dann schickte die Bafin einen Sonderbeauftragten zur Bank.