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Grüne Fernbusse sollen Republik aufrollen

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Freiburg (dapd). Die grünen Busse der Berliner MeinFernbus GmbH (MFB) sollen künftig das gesamte Bundesgebiet aufrollen. "Wir wollen Deutschlands bekanntester und beliebtester Fernbusanbieter werden", sagte Geschäftsführer Torben Greve am Montag in Freiburg. Ende November baut das Unternehmen von Freiburg aus sein Netz zunächst von zwei auf acht Fernlinien aus. Mit 30 Bussen sei MFB dann bereits vor der Liberalisierung des Fernbusmarktes Anfang 2013 Deutschlands größter Anbieter in diesem Sektor. Die direkten Busstrecken würden durchschnittlich 60 bis 70 Prozent billiger angeboten als die entsprechenden Bahnverbindungen, sagte Greve.

Freiburg, wo der erste grüne Bus im April gestartet ist, soll für das Unternehmen ein Drehkreuz in Süddeutschland werden. Ende November geht es von hier aus nicht nur direkt nach München und von dort nach Zürich. Als weitere Ziele sind Stuttgart, Lörrach, Berlin und Frankfurt vorgesehen - von dort aus kann man auch nach Leipzig umsteigen. Erstmals soll es auch wieder eine direkte Verbindung von Nordrhein-Westfalen mit Düsseldorf und Köln in den Schwarzwald geben. MFB arbeitet dabei mit mittelständischen Busunternehmen aus der Region zusammen.

Nicht nur junge Leute fahren Bus

"Für uns beginnt die Liberalisierung fünf Wochen früher", sagte Greve, der sein Know-how unter anderem bei der Deutschen Bahn AG erworben hat. Man (Other OTC: MAGOF.PK - Nachrichten) habe allerdings mindestens ein halbes Jahr auf die entsprechenden Genehmigungen für die neuen Linien gewartet. Für die Busunternehmen rechne sich das Konzept bereits jetzt. Die GmbH, die ihr Personal inzwischen auf 30 Beschäftigte verdoppelt hat, will etwa bis Anfang 2014 schwarze Zahlen schreiben. Sie übernimmt für ihre Partner Linienplanung, Preisgesaltung, Marketing, Buchung und Betriebssteuerung sowie den Kundenservice.

Die beiden ersten Verbindungen waren Greve zufolge bislang mit 85.000 Passagieren zu 75 Prozent ausgelastet. "Das sind fantastische Zahlen für eine Fernlinie." Daraus resultiere ein Kraftstoffverbrauch von unter einem Liter pro Person auf 100 Kilometer. "Laut Umweltbundesamt ist der Reisebus bereits bei einer Auslastung von 60 Prozent das umweltfreundlichste Verkehrsmittel", sagte Greve. Die beiden Diplom-Kaufleute Greve (37) und sein Partner Panya Putsathit (36) wollen mit den grünen Bussen Lücken im deutschen Fernverkehrsnetz schließen.

Wichtiger Aspekt dabei ist, dass täglich mehrere Fahrten für jede Verbindung angeboten werden. Wer (SNP: ^WERY - Nachrichten) früh bucht, zahlt weniger und wer ein Fahrrad mitnimmt, ist mit neun Euro dabei; das Surfen im Internet an Bord ist kostenlos. Angesprochen werden damit nach Firmenangaben nicht nur junge Leute bis 25 Jahre mit einem Anteil von 32 Prozent. Auch die über 50-Jährigen sind mit 31 Prozent dabei. Während mit 69 Prozent die meisten Kunden den Bus für Besuche bei Freunden und Verwandten nutzen, sind aber auch Dienstreisende mit sieben und Wochenendpendler mit fünf Prozent vertreten.

dapd

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