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Grüne und FDP dafür, Lauterbach dagegen: Ampel-Parteien streiten um Wiedereinführung kostenloser Tests

·Lesedauer: 2 Min.
SPD-Politiker Karl Lauterbach findet es richtig, dass Corona-Tests kostenpflichtig bleiben
SPD-Politiker Karl Lauterbach findet es richtig, dass Corona-Tests kostenpflichtig bleiben

SPD, Grüne und FDP betonen derzeit immer wieder, wie konstruktiv und harmonisch die Koalitionsverhandlungen angeblich laufen würden. Doch zumindest beim weiteren Kurs in der Corona-Pandemie gibt es einen handfesten Konflikt. So sprechen sich Grüne und FDP dafür aus, die kostenlosen Coronatests wieder einzuführen, SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach widerspricht.

Zur Erinnerung: Seit dem 11. Oktober sind die Antigen-Schnelltests in der Regel nicht mehr kostenlos. Ausnahmen bestehen nur für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter solche mit bestimmten Vorerkrankungen und Unter-12-Jährige. Doch am Donnerstag meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) mit fast 34.000 Neuinfektionen den höchsten Tageswert der gesamten Pandemie. Im Lichte dieser Zahlen fordert Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen, die Tests sollten wieder vom Staat bezahlt werden. Dahmen sagte Business Insider: "Wir müssen wieder ein flächendeckendes System kostenloser Corona-Tests einführen."

Seiner Meinung nach sollten jedoch nur Tests erstattet werden, die per QR-Code in die Corona-Warnapp oder in CovPass eingelesen werden. Dahmen ergänzt: "Wirkungsvoll wären flächendeckende Tests außerdem nur, wenn sie in Verbindung mit konsequenten 3G/2G-Regeln gebracht werden. Regeln, die kaum jemand einhält, nützen niemandem."

Unterstützung erhält Dahmen von seinem Partei-Chef Robert Habeck. Der forderte bei RTL/ntv, erneut kostenlose Tests über die Gruppe der Unter-Zwölf-Jährigen und derer, die sich nicht impfen lassen können, anzubieten: "Es war damals schon ein Fehler, sie auszusetzen, es war eine Maßnahme, um die Nicht-Geimpften negativ zu motivieren."

SPD-Politiker Lauterbach sieht hingegen keinen Anlass für Veränderungen bei der Teststrategie. Er sagte im Gespräch mit Business Insider: "Es ist richtig, dass die Tests kostenpflichtig sind. Dadurch gibt es weiter einen Impfanreiz für die vielen Ungeimpften." Entscheidend sei auch, dass dadurch die Ungeimpften ihre Kontakte reduzieren – schließlich könnten sie nur in Cafés, Restaurants oder zu Veranstaltungen gehen, wenn sie vorher für einen Test bezahlt haben. Ohne Kontaktbeschränkung für Ungeimpfte sei deren Ansteckungsrisiko schlicht zu hoch.

Lauterbach ergänzte: "Während zusätzliche Tests bei Ungeimpften helfen, unerkannte Infektionen zu entdecken, helfen 2G und 3G solche Infektionen zu vermeiden. Es ist sicher keine ideale Lösung, aber in der aktuellen Situation ein sinnvoller Kompromiss."

Der dritte Ampel-Partner, die FDP, schlägt sich offenbar auf die Seite der Grünen. Parteivize Wolfgang Kubicki sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Wir müssen schnellstmöglich wieder zurück zur Kostenübernahme durch den Staat, denn es liegt im öffentlichen Interesse, die Verbreitung des Virus bestmöglich zu verhindern.“ Man darf gespannt sein, wer sich in dieser Sache durchsetzt.

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