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Dein größter Feind beim Investieren? Das bist womöglich du selbst!

Ein Mann sitzt nachdenklich vor seinem Laptop
Ein Mann sitzt nachdenklich vor seinem Laptop

Hast du beim Blick ins Depot auch manchmal das Gefühl, dass es irgendwie noch etwas besser mit den gekauften Aktien laufen könnte? Oder du rückblickend auf deine Investorenkarriere merkst, dass viele Dinge doch nicht ganz so optimal gelaufen sind. Dann willkommen im Klub, denn damit stehst du ganz sicher nicht alleine da.

Aber woran liegt es nun, dass unsere Portfolios mitunter vielleicht jahrelang nicht so gut performen oder sogar noch schlechter abschneiden als der Gesamtmarkt? Ich persönlich denke, dass dies eine ganze Menge mit Psychologie zu tun haben könnte. Stehen wir uns beim Investieren also eventuell selbst am meisten im Weg?

Dies kann meines Erachtens gut möglich sein. Wobei es hier meiner Ansicht nach viele Aspekte gibt, die uns das Investieren so schwer machen. Ich möchte heute daher nur auf zwei dieser Umstände, die ich mit für die häufigsten halte, einmal kurz eingehen.

Unter dem Einfluss der Emotionen Angst und Gier

Die Börse ist ein Ort, an dem Träume in Erfüllung gehen oder auch mit einem sehr großen Knall zerplatzen können. Und in vielen Fällen spielen hier unsere Emotionen eine tragende Rolle. Vor allem Angst und Gier sind gerade bei der Aktienanlage die beiden, welche wohl mit am häufigsten zu Fehlentscheidungen führen.

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Und zwar in vielen Belangen. Nehmen wir zum Beispiel an, du interessierst dich für eine bestimmte Aktie und setzt sie deshalb auf deine Watchlist. Doch der Kurs steigt und steigt, sodass du mit einem Kauf immer wieder zögerst. Schließlich überwiegt aber die Gier und du erwirbst die Aktie jetzt doch, um nicht noch weitere Kursanstiege zu verpassen.

Möglicherweise ist aber nun schon ein Peak erreicht und du sitzt schon nach nicht allzu langer Zeit auf hohen Buchverlusten. Nicht wenigen Anlegern ist in dieser Hinsicht sicherlich noch der Niedergang der Technologieaktien im Jahr 2022 in Erinnerung. Wer hier Ende 2021 in die damals schon recht stark gestiegenen Technologiewerte einstieg, hatte das Nachsehen.

An den Geschehnissen von 2022 kann man aber auch sehr schön mit der Angst gleich auch über die zweite Emotion berichten. Denn Aktien aus dem Technologiebereich erfreuten sich schon lange vorher äußerster Beliebtheit. Weshalb sie in den Depots viele Anleger vertreten waren. Versetze dich jetzt einmal in die Lage dieser Investoren zum Jahresanfang 2022.

Sie sehen, wie ihre schönen Buchgewinne immer weiter abschmelzen und werden dadurch zunehmend nervöser. Irgendwann drückt dann der eine oder andere aus Angst noch mehr Rendite zu verlieren auf den Verkaufen-Button. Doch die anfängliche Freude ist hier vermutlich schon bald in Frust übergegangen. Denn schon Anfang vergangenen Jahres zogen die Kurse wieder an und heute notieren viele Technologieaktien wesentlich höher als Ende 2021.

Von Unwissenheit gepaart mit Selbstüberschätzung

Dieses Phänomen findet man häufig bei Anlegern vor, die gleich zu Beginn mit ihren ersten Investitionen relativ erfolgreich waren. Dies muss aber nicht an ihrer Genialität gelegen haben. Es könnte auch sein, dass sie einfach zu einer Zeit mit der Aktienanlage begannen, in der die Kurse auf breiter Front angestiegen sind. Trotzdem sind sie nun davon überzeugt, was Aktien und Börse angeht, die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben.

Auch dies kann in der Zukunft aber deutlich negative Folgen haben. Denn man sollte einfach für sich verinnerlichen, dass die Börsen mitunter ein Eigenleben führen und sich die Kurse dementsprechend in eine völlig andere Richtung entwickeln können, als die Marktteilnehmer erwartet hatten. Wer hier dann aus eigener Überzeugung auf die falschen Werte gesetzt hat, kann dann ganz leicht ins Strudeln geraten.

Anleger indes, die kurz vor einem Abschwung ihre ersten Aktienkäufe tätigten, wissen anschließend zu 100 %, dass die Börse eben keine Einbahnstraße ist. So ist es beispielsweise mir ergangen, als ich 1999 die Börse für mich entdeckte. Du kannst dir also sicherlich vorstellen, wie es in mein Depot nach dem Platzen der Technologieblase dann im Sommer 2020 aussah.

Leider gibt es meiner Meinung nach kein Patentrezept, wie man beim Investieren am besten vorgeht. Doch wenn man versucht, relativ emotionslos und besonnen an die Sache heranzugehen, hat man sicherlich schon viel gewonnen. Weiterhin sollte man mit den Jahren aber eine gewisse Börsenerfahrung bekommen. Und diese kann einem dann eben nicht als Feind, sondern womöglich als sehr guter Freund beim Investieren zur Seite stehen.

Der Artikel Dein größter Feind beim Investieren? Das bist womöglich du selbst! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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