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Der größte Fehler beim Investieren, von dem viele nicht wissen, dass sie ihn machen

Motley Fool Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.

Investieren für die Zukunft ist entscheidend, aber es kann einem auch Angst machen. Die Börse ist anfällig für Volatilität, selbst in wirtschaftlich starken Zeiten.

Wenn du dir Sorgen machst, bei Marktcrashs Geld zu verlieren, bist du vielleicht versucht, so zu investieren, dass deine Ersparnisse so sicher wie möglich bleiben. Doch manchmal sind die „sicheren“ Investitionen die gefährlichsten.

Den Großteil deines Geldes in Anleihen zu investieren oder auf einem Sparkonto zu verstecken, mag dir als das Klügste erscheinen, weil du weniger wahrscheinlich dramatische Verluste erleidest, wenn die Kurse einbrechen. Aber im Laufe der Zeit könntest du mehr verpassen, als du denkst.

Verpasste Gelegenheiten

Wenn du bei deinen Investitionen zu sehr auf Nummer sicher gehst, könntest du dir Möglichkeiten entgehen lassen, dein Geld zu vermehren.

Sparkonten bringen Zinsen von etwa 1 % oder weniger pro Jahr. Während sie ein kluger Ort sein können, um dein Geld für kurzfristige Bedürfnisse zu parken (wie z. B. einen Notfallfonds), sind sie für langfristige Ziele geradezu gefährlich. Im Laufe der Zeit werden deine Ersparnisse nicht einmal mit der Inflation mithalten können (die in der Regel zwischen 2 und 3 % pro Jahr liegt), und dein Geld wird im Laufe der Zeit an Wert verlieren.

Anleihen schneiden etwas besser ab, da sie im Durchschnitt eine Rendite von 4 bis 6 % pro Jahr erzielen. Im Vergleich dazu erzielen die S&P 500 Indexfonds eine durchschnittliche Rendite von etwa 10 % pro Jahr.

Der Unterschied zwischen einer jährlichen Rendite von 6 % und einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 10 % mag nicht viel erscheinen. Aber er kann sich im Laufe der Zeit erheblich summieren.

Sagen wir, du investierst zum Beispiel 300 US-Dollar pro Monat. Du könntest es in Anleihen investieren, die eine Rendite von 6 % erzielen, oder in Aktien, die eine durchschnittliche jährliche Rendite von 10 % erzielen. Es folgt ungefähr, wie viel du im Laufe der Zeit in jedem Szenario anhäufen würdest:

Jahre

Gesamtersparnisse bei einer jährlichen Rendite von 6 %

Gesamtersparnisse bei einer jährlichen Rendite von 10 %

5

20.000 USD

22.000 USD

10

47.000 USD

57.000 USD

20

132.000 USD

206.000 USD

30

285.000 USD

592.000 USD

40

557.000 USD

1.593.000 USD

QUELLE: BERECHNUNGEN DES AUTORS.

Während du durch konservatives Investieren eine beträchtliche Menge Geld verdienen kannst, könntest du in diesem Szenario im Laufe deiner Karriere potenziell fast dreimal so viel verdienen, wenn du aggressiver investiert hättest.

Was ist mit den Risiken?

Investieren an der Börse ist nicht ohne Risiko. Es besteht immer die Möglichkeit, dass ein Abschwung an der Börse deine Ersparnisse hart treffen kann. Wenn du jedoch an den richtigen Stellen investierst, wird sich die Volatilität des Marktes nicht so stark auf dein Geld auswirken, wie du vielleicht denkst.

Wenn du höhere Renditen erzielen willst und dein Geld trotzdem relativ sicher sein soll, ist eine deiner besten Optionen ein S&P 500 Indexfonds. Seit seiner Einführung im Jahr 1957 hat der S&P 500 unzählige Marktkorrekturen, Abschwünge und ausgewachsene Crashs erlebt. Trotz aller Volatilität hat er aber auch eine durchschnittliche Rendite von etwa 10 % pro Jahr erzielt.

^SPX Chart
^SPX Chart

^SPX DATEN VON Y-CHARTS.

Die Börse wird ihre Höhen und Tiefen haben, aber wenn du in einen S&P 500 Indexfonds investierst, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich deine Ersparnisse wieder erholen werden.

Außerdem ist es wichtig zu bedenken, dass konservative Investitionen wie Anleihen nicht immer eine schlechte Sache sind. Wenn du älter wirst und dich dem Ruhestand näherst, solltest du dein Portfolio so umschichten, dass es mehr auf Anleihen und weniger auf Aktien ausgerichtet ist. Wenn die Börse kurz vor deinem Ruhestand zusammenbricht, wird das deine Ruhestandspläne nicht zunichte machen.

Eine gute Faustregel, die du in Betracht ziehen solltest, ist die 110er-Regel. Ziehe dein Alter von 110 ab, und das Ergebnis ist der Prozentsatz deines Portfolios, der in Aktien investiert werden sollte. Wenn du also zum Beispiel 35 Jahre alt bist, solltest du anstreben, etwa 75 % deines Portfolios in Aktien und 25 % in Anleihen zu investieren.

Je mehr Zeit du zum Sparen hast, desto aggressiver kannst du bei deiner Investmentstrategie vorgehen. Das Investieren in Aktien ist nicht so riskant wie es scheint und kann dir helfen, viel mehr zu sparen, als du vielleicht denkst.

Der Artikel Der größte Fehler beim Investieren, von dem viele nicht wissen, dass sie ihn machen ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dieser Artikel wurde von Katie Brockman auf Englisch verfasst und am 16.04.2021 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Motley Fool Deutschland 2021