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Gouverneur ordnet neue Untersuchung nach Tod eines Schwarzen an

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach dem Tod eines Afroamerikaners bei einem Polizeieinsatz im März hat der Gouverneur des US-Bundesstaates Washington, Jay Inslee, eine neue Untersuchung angeordnet. Beamte, die bislang für eine Untersuchung des Todes von Manuel Ellis abgestellt waren, stammten aus der gleichen Abteilung wie beteiligte Polizisten, damit liege ein Interessenskonflikt vor, teilte Inslee am Mittwoch (Ortszeit) mit. "Nun werden wir daran arbeiten, zu bestimmen, wer die unabhängige Untersuchung durchführen und wer Entscheidungen zu einer Anklage treffen wird." Der Staat werde eine unabhängige Untersuchung sicherstellen.

Der 33-Jährige Ellis war Anfang März bei einem Polizeieinsatz in Tacoma (Washington) bei Seattle ums Leben gekommen. Lokale Medien, unter anderem die Zeitung "The News Tribune", berichteten unter Berufung auf einen Autopsiebericht, der Mann sei durch die Einwirkung der Beamten gestorben. Der Fall erweckte auch wegen einer Parallele zum Tod George Floyds in Minneapolis Ende Mai Aufsehen: Auch Ellis soll Berichten zufolge vor seinem Tod "I can't breathe" - ich kann nicht atmen - gesagt haben.

Der Tod Floyds bei einem Polizeieinsatz hatte Massenproteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA und auch weltweit ausgelöst. Ein weißer Polizeibeamter hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Mannes gedrückt - trotz seiner wiederholten Bitten, ihn atmen zu lassen. Der Polizist und drei an dem Einsatz beteiligte Kollegen wurden entlassen, festgenommen und angeklagt. Floyd war wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen worden.