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Gottstein weist ‘dumme’ Frage zu Credit Suisse Gerüchten zurück

(Bloomberg) -- Der Chef der Credit Suisse Group AG wollte am Donnerstag nicht auf “dumme Fragen” nach einem möglichen Übernahmeinteresse an seiner Bank seitens der State Street Corp. antworten. Den Teilnehmern einer Goldman Sachs-Konferenz sagte Thomas Gottstein aber, er habe die Hoffnung auf ein womöglich profitables zweites Quartal noch nicht aufgegeben.

Der Schweizer Blog Inside Paradeplatz hatte am Mittwoch für Aufregung gesorgt, als er unter Berufung auf eine einzelne Quelle berichtete, dass State Street ein Angebot für die Credit Suisse zu 9 Franken pro Aktie abgeben könnte. Nachdem die Aktien der Schweizer Bank am Mittwochnachmittag zunächst ins Plus drehten, gaben sie am Donnerstag um 4,9% nach.

Ebenfalls am gestrigen Mittwoch hatte die Credit Suisse ihre sechste Gewinnwarnung in sieben Quartalen abgesetzt, was den bereits mancherorts als angeschlagen geltenden Gottstein weiter unter Druck setzt. Er räumte ein, dass die Bank nach dem Ausstieg aus dem Prime-Brokerage-Geschäft, welches im Mittelpunkt des Archegos-Skandals stand, im Aktienhandel “blutet” und schwache Erträge im Kredithandel verzeichnet. Das Geschäft mit der Beratung bei Fusionen und Übernahmen liefe hingegen besser als bei der Konkurrenz.

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“Ich habe die Hoffnung auf ein positives Ergebnis für die Gruppe nicht aufgegeben, aber wir wollten angemessen vorsichtig sein”, sagte Gottstein in Bezug auf die Gewinnwarnung, die die Bank am Mittwoch mit den schlechten Ergebnissen der Investmentbank begründet hatte.

Gottstein zufolge gibt es Bereiche, in denen die Bank Kosteneinsparungen schneller umsetzen könnte, unter anderem im IT- und Technologiebereich sowie in einigen der Front Offices, in denen Banker und Kundenbetreuer sitzen.

“Wir haben definitiv noch mehr Möglichkeiten, die Kosten zu senken”, sagte er.

Überschrift des Artikels im Original:

Credit Suisse CEO Dismisses ‘Stupid’ Question on Deal Rumors (1)

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©2022 Bloomberg L.P.

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