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Das ist der Gorillas-Klon von Softbank und Foodpanda-Gründer Ralf Wenzel

Lisa Ksienrzyk
·Lesedauer: 2 Min.
So sieht die App des neuen Lieferdienstes Jokr aus.
So sieht die App des neuen Lieferdienstes Jokr aus.

Mit seinem Konzept, Lebensmittel innerhalb von wenigen Minuten vor die Haustür zu liefern, ist das Berliner Startup Gorillas in nicht einmal einem Jahr zum Unicorn aufgestiegen. Auch andere Firmen, etwa das Berliner Unternehmen Flink, haben das erfolgreiche Konzept aufgegriffen. Schon länger gab es Gerüchte in der Szene, dass auch Foodpanda-Gründer Ralf Wenzel an einem solchen Dienst arbeitet.

Nun ist es offiziell: Jokr soll der Gorillas-Konkurrent heißen. Die erste Finanzierungsrunde führt der Wagniskapitalgeber HV Capital an, der New Yorker Fonds Tiger Global beteiligt sich ebenfalls. Geld kommt außerdem von Wenzels ehemaligem Arbeitgeber Softbank. Gerüchten zufolge soll es sich um eine Anschubfinanzierung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar (rund 84 Millionen Euro) handeln. Die Beteiligten möchte sich dazu nicht äußern.

Ralf Wenzel hat 2013 den Lieferdienst Foodpanda gegründet, den er drei Jahre später an Delivery Hero verkaufte. Dort übernahm er den Job als Chief Strategy Officer. Mit Lieferdiensten kennt er sich also aus. Zuletzt war der Szenekopf Managing Partner beim japanischen Tech-VC Softbank. Zum Gründerteam von Jokr gehört außerdem ein Teil der früheren Foodpanda-Gang, die ebenfalls mit Wenzel zu Softbank wechselte: Das sind Benjamin Bauer, Sven Grajetzki, Konstantin Sorger und Aspa Lekka. Das neue Food-Startup beschäftigt bereits 100 Mitarbeiter, die die Firma international aufbauen.

Expansion in Europa geplant

Jokr hat sein Geschäft bereits in drei Ländern aufgenommen und plant eine Expansion in mehreren Staaten gleichzeitig: Man sei bereits in Mexiko City, in der peruanischen Hauptstadt Lima und in der brasilianischen Metropole São Paolo aktiv und wolle seine Präsenz in den kommenden Wochen um Städte wie New York und Bogota erweitern, heißt es. Auch in Europa soll der Dienst bald verfügbar sein. Für Warschau und Berlin etwa sucht die Firma nach Personal. In Deutschland soll der Lieferservice aber zunächst nicht ausfahren, so eine Sprecherin.

Genauso wie Gorillas will Jokr auf lokaler Ebene agieren. Man definiere seine Liefergebiete nicht nach Städten sondern nach ausgewählten Stadtteilen, heißt es vom Unternehmen. So geht bislang auch Gorillas bei seiner Expansion vor. Jokr verspricht eine Lieferung innerhalb von 15 Minuten und ohne Mindestbestellwert.

Ähnlich wie seine Berliner Vorbilder mietet das neue Unternehmen Lager an, von denen die Kuriere ihre Einkäufe ausfahren. Im Sortiment befinden sich typische Supermarkteinkäufe wie Lebensmittel und Drogerieartikel, aber auch Produkte von lokalen Händlern, etwa Bäckereien. Perspektivisch wolle das Startup auch Elektrogeräte wie Kopfhörer oder Dinge des alltäglichen Bedarfs wie Regenschirme anbieten, heißt es von einer Sprecherin.